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Neuer Tarifvertrag für Kabinenpersonal von Eurowings

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Lufthansa-Tochter haben sich am Dienstag (25. Januar) nach monatelangen Tarifverhandlungen und einem kleinen Arbeitskampf im Oktober auf einen neuen Vergütungstarifvertrag für die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter verständigt. Danach erhalten die über 1500 Kabinenbeschäftigten während der Laufzeit des Tarifvertrages die kommenden inflationsbedingten Preissteigerungen durch dauerhafte, monatliche Vergütungserhöhungen ausgeglichen. Darüber hinaus sieht der neue Vertrag von Eurowings die Einführung neuer Zulagen und bis zu 75-prozentigen Erhöhungen bisheriger Zulagen vor, die einen großen Teil des Monatseinkommens eines Flugbegleiters ausmachen. Im März 2022 erhalten die Beschäftigten zusätzlich eine steuerfreie Corona-Prämie in Höhe von 400 Euro. Mit einem Bonusmodell werden die Kabinenmitarbeiter künftig mit bis zu 200 Euro pro Quartal an der Produktivität des Unternehmens beteiligt.

Von dem Tarifabschluss profitierten auch hunderte ehemalige Beschäftigte der Flugbetriebe Germanwings, Sun Express Deutschland und Brussels Airlines Düsseldorf, die nach den jeweiligen Betriebsschließungen durch einen Verdi-Tarifvertrag eine berufliche Perspektive in der Eurowings gefunden hätten, jedoch bislang befristet beschäftigt waren, so die Gewerkschaft Verdi. Diese Beschäftigten erhalten durch das Tarifergebnis unbefristete Arbeitsverträge und damit eine sichere berufliche Perspektive in der noch immer andauernden Krise.