Die ukrainische Pianistin Valentina Lisitsa bekennt sich auf Ihren Social-Media-Kanälen zu den pro-russischen Rebellen in der Ukraine.

Inflight-EntertainmentKLM streicht pro-russische Pianistin aus Programm

Sie gilt als eine der begabtesten Pianistinnen. Mit Ihrer Haltung zum Bürgerkrieg in der Ukraine muss Valentina Lisitsa nun aber Kritik einstecken – soweit, dass KLM sie aus dem Unterhaltungsprogramm strich.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Sie ist der «Youtube-Star der Klassik», hat mehrere wichtige Musikpreise gewonnen - und, wird auf KLM-Flügen nicht mehr zu hören sein. Die Pianistin Valentina Lisitsa, geboren und aufgewachsen in der Ukraine, lebt heute in den Vereinigten Staaten und machte bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges in Ihrem Heimatland vor allem durch ihr Talent von sich reden. In den letzten Jahren nutzt sie aber ihre Social-Media-Kanäle nicht mehr zur Verbreitung ihrer Musik, sondern für pro-russische Propaganda.

Sie bekennt sich vor allem auf Ihrem Twitter-Account klar zu den russischen Separatisten, die seit der Revolution auf dem Euromaidan im November 2013, um die Abspaltung der ukrainischen Provinzen Donezk und Luhansk zu Russland kämpfen. Während dieser Gefechte kam es auch zum tragischen Abschuss des Malaysian-Airlines-Fluges MH17 über der Ostukraine, bei dem alle 298 Insassen ums Leben kamen. Ermittler vermuten, dass die Separatisten die Rakete abfeuerten, die den Flieger zum Absturz brachte.

Auch Lufthansa hatte Pianistin im Programm

KLM bot seinen Passagieren Beiträge von Valentina Lisitsa im Inflight-Entertainment an. Nachdem mehrere Kunden KLM auf die Tweets der Ukrainerin aufmerksam gemacht hatten, ergriff die Airline sofort Maßnahmen. «Wir wurden darauf hingewiesen, dass Lisitsa den Abschuss von MH17 auf Twitter gefeiert hat. Das ist schrecklich! Wir haben all ihre Musik aus unserem Programm gestrichen.» sagte ein Sprecher von KLM zu der Zeitung Volkskrant.

Bald machte auf Twitter und Facebook auch das Gerücht die Runde, dass Lufthansa ebenfalls Musik von Valentina Lisitsa im Programm habe und die deutsche Airline wurde auf Social-Media-Kanälen damit konfrontiert. Auf Anfrage von aeroTELEGRAPH sagt Sprecherin Mirjam Eberts: «Valentina Litsitsa war 2013 für einige Monate in unserem Inflight-Programm. Die Lizensierung beim Plattenlabel lief 2013 ‎aus. Derzeit besteht keine Absicht, sie erneut in unser Programm aufzunehmen: Lufthansa distanziert sich klar von extrempolitischen Positionen.»

Dear Lufthansa! As you probably know, KLM removed Valentina Lisitsa from its in-flight entertainment system this week...

Posted by Roman Kosarenko on Freitag, 28. August 2015

«Ich habe grosses Bedauern mit den Opfern von MH17»

Lisitsa selber äußerte sich gegenüber dem Nachrichtenportal rt.com zu KLM: «Anfangs war ich sehr wütend. Sie haben weder mich noch meine Plattenfirma kontaktiert, um eine zweite Sicht auf die Dinge zu bekommen.» Sie habe sich nie positiv über den Abschuss von MH17 geäußert, habe sogar ihr Bedauern für die Opfer ausgedrückt, so die Musikerin weiter. Tatsächlich setzte Lisitsa am Tag des Absturzes einen Tweet ab, in dem sie das Unglück betrauerte.

Weder KLM, noch die User, die Lisitsa bei der Airline gemeldet haben, publizierten oder zitierten positive Tweets der Pianistin zur MH17-Katastrophe. Auch AeroTELEGRAPH konnte auf Lisitsas Account keinen Tweet finden, der den Absturz feierte. Dennoch nutzt die Pianistin den Absturz, um ihre politischen Ansichten weiter zu verbreiten. Schon im April dieses Jahres kam Valentina Lisitsa ihre Haltung zum Konflikt in der Ukraine in die Quere: Das Toronto Symphony Orchestra strich eines ihrer Konzerte wegen ihrer pro-russischen Beiträge auf Twitter.

Mehr zum Thema

ticker-vereinigung-cockpit

Lufthansa und Vereinigung Cockpit starten Schlichtung mit Vorgespräch

Airbus A319 D-AIBP: Jetzt für Lufthansa City Airlines im Einsatz.

Dieser Airbus A319 von Lufthansa sorgte erst für Lacher und wurde dann stillgelegt - jetzt ist er zurück

ticker-lufthansa

Gewerkschaft Ufo und Lufthansa sprechen wieder miteinander

Lufthansa: Es gibt laut dem neuen Aufsichtsratschef viel zu tun.

Neuer Aufsichtsratschef von Lufthansa: «Der Konzern hat klare Schwachpunkte»

Video

Flughafen Düsseldorf U-Bahn 9
Nach sieben Jahren Bauzeit eröffnet Düsseldorf zwei neue U-Bahn-Linien. Sie binden erstmals den Flughafen an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt an.
Jakob Wert
Jakob Wert
Der Moment bevor das Kleinflugzeug mit dem Helikopter Kollidiert: Jetzt ist der NTSB-Bericht erschienen.
Vor zwei Wochen kollidierten eine Cessna 150 und ein Bell 407 an einem Flugplatz in Pennsylvania. Was in den letzten Sekunden davor geschah, zeigt nun der erste Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde NTSB.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil