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Hoher Verlust beim Flughafen Hamburg

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben tiefe Spuren in der Bilanz des Hamburger Flughafens hinterlassen: Die nie da gewesene Krise führt erstmals zu einem Defizit in Höhe von 113 Millionen Euro. Nur durch einen strikten Sparkurs konnte ein noch schlechteres Jahresergebnis verhindert werden. Der Umsatz beläuft sich auf knapp 119,6 Millionen Euro, ein Rückgang um 56,5 Prozent (2019: 274,8 Millionen Euro).

Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass sämtliche Erlöse aus den Bereichen Verkehr sowie Umsatzmieten bei Läden und Restaurants dramatisch eingebrochen sind. Sämtliche Kosten wurden auf ein absolutes Minimum gesenkt. Der Flughafen musste etwa für den Transport von Covid-19-Erkrankten oder medizinischen Produkten ganzjährig geöffnet bleiben – trotz der hohen Verluste. Die Infrastruktur wurde zum Teil außer Betrieb genommen, das Terminal 2 und mehrere Parkhäuser über Monate geschlossen. Zudem hat der Flughafen im März 2020 Kurzarbeit angemeldet, um Arbeitsplätze zu sichern – eine Maßnahme, die auch das gesamte Jahr 2021 weiterlaufen wird.

Die Hoffnung liegt nun auf dem Sommergeschäft 2021. «Schon zu Ostern werden die Airlines ihr Angebot deutlich ausweiten. Aber unsere große Hoffnung liegt auf dem Sommergeschäft», sagt Geschäftsführer Michael Eggenschwiler. «Durch die Kombination aus Tests und Impfungen bin ich mir sicher, dass eine Sommerreise mit dem Flugzeug wieder möglich sein wird. Für den Passagier muss es aber noch deutlich einfacher werden, ein digitaler EU-Impfpass ist hier der richtige Ansatz.»