Flugverkehr in Europa erholt sich langsamer als erwartet

Die anhaltenden geopolitischen Spannungen und der Krieg in der Ukraine würden sich weiterhin auf mehrere europäische Ländermärkte auswirken. Hinzu käme die sich verschlechternde Konjunkturlage und der Inflationsdruck, welche die Nachfrage ebenfalls belasten würden, da die Flugpreise im dritten und vierten Quartal 2022 stark gestiegen seien, findet der europäische Flughafenverband ACI Europe. Höhere Regulierungskosten würden ebenfalls zu einer anhaltenden Teuerung bei den Flugpreise führen. Auf der Angebotsseite werde das straffe Kapazitätsmanagement vor allem der Netzwerkanbieter und die anhaltenden Reisebeschränkungen nach China das weitere Verkehrswachstum begrenzen.

Gleichzeitig geht ACI Europe davon aus, dass die Auswirkungen dieser negativen Faktoren auf den Passagierverkehr durch eine gewisse Widerstandsfähigkeit der Freizeitnachfrage und die anhaltende Expansion der Ultra-Low-Cost-Carrier teilweise kompensiert würden. Das Ende der den Fluggesellschaften gewährten Ausnahmeregelung für Zeitnischen ab dem nächsten Sommer werde den Angebotsdruck ebenfalls verringern.

Insgesamt hat ACI Europe aber ihre Prognosen für das Passagieraufkommen für das europäische Flughafennetz nach unten korrigiert. 2023 wird es 9 Prozent unter dem Niveau von vor der Pandemie zu liegen kommen, niedriger als im Sommer erwartet. Eine vollständige Erholung erwartet der Verband nun im Jahr 2025 und nicht wie zuvor prognostiziert 2024.

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