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Flughafen Zürich schnappt sich neue Beteiligung in Brasilien

Die Nationale Agentur für Zivilluftfahrt Anac, das Ministerium für Häfen und Flughäfen und der Börsenbetreiber B3 haben am Freitag (19. Mai) die Versteigerung des Aeroporto São Gonçalo do Amarante – Natal im Nordosten Brasiliens durchgeführt. Der Flughafen hat eine Kapazität von sechs Millionen Passagieren pro Jahr und zählte zuletzt 2,3 Millionen Gäste. Ziel der Auktion war die Auswahl des vorteilhaftesten Angebots anhand des Kriteriums des höchsten Gebots für den Ausbau, die Instandhaltung und den Betrieb des Flughafens für einen Zeitraum von 30 Jahren. Das Mindestgebot wurde auf 226,9 Millionen Real – rund 42 Millionen Euro – festgesetzt. Mitgeboten hatten zwei Unternehmen.

Siegreich war der Flughafen Zürich. «Natal ist die Hauptstadt des Bundesstaates Rio Grande do Norte. Die Region profitiert von einem starken nationalen sowie internationalen Tourismus und zeichnet sich zunehmend durch ein bedeutendes Engagement in Bereichen der erneuerbaren Energien und Agrarprodukte aus», kommentiert er. Der neu erworbene Flughafen Natal ergänze das bestehende Portfolio in Brasilien – bestehend aus den Mehrheitsbeteiligungen in Florianópolis, Vitória sowie Macaé sowie der Minderheitsbeteiligung Belo Horizonte – optimal und ermöglicht die Nutzung von Synergien.

Nach der Unterzeichnung der Konzessionsvereinbarung, welche gegen Ende 2023 erwartet wird, hält der Flughafen Zürich 100 Prozent an dem Flughafen, um diesen im Rahmen einer 30-jährigen Konzession zu betreiben. Es werden keine Ausbauinvestitionen während der Konzessionsdauer verlangt und es stehen lediglich kleinere Ersatzinvestitionen an. Mit dem Abschluss der Konzessionsvereinbarung wird eine einmalige Konzessionsabgabe von 320 Millionen Real (rund CHF 59 Millionen Euro) geleistet. Zusätzlich wird ab dem 5. Kalenderjahr nach Vertragsabschluss eine jährliche Umsatzabgabe fällig.