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Flughafen Bern überdenkt seine Optionen

Die Auswirkungen der Krise rund um das Coronavirus führen seit Mitte März zu drastischen Ertragseinbussen für den Flughafen Bern. Es wurden umgehend Liquiditätssicherungs- und Kostensenkungsmaßnahmen umgesetzt, Kurzarbeit eingeführt und die Investitionstätigkeit auf ein Minimum reduziert. Damit kann das Überleben in der andauernden Krise gesichert werden.

Der Aufsichtsrat hat zudem strategische Optionen mit und ohne Publikumsverkehr geprüft. Die Mehrjahressimulationen zeigen, dass der Betrieb des Flughafens Bern in allen strategischen Szenarien sichergestellt und die Bedürfnisse der lokalen Partner, insbesondere des Bundes und der Rega erfüllt werden können. Dies bedingt jedoch in allen Szenarien Gebührenerhöhungen für größere Flugzeugtypen und eine – je nach Szenario größere oder kleinere – erneute Reduktion des Personalbestandes.

Der Flughafen Bern beschäftigt gegenwärtig rund 90 Mitarbeitende, verteilt auf 51 Vollzeitstellen. Momentan ist von einer moderaten Reduktion des Personalbestandes in den kommenden Monaten auszugehen.

Angesichts der aktuell großen Unsicherheit bezüglich der weiteren Marktentwicklungen sowie der Tatsache, dass das Überleben in der Krise sichergestellt werden kann, hat sich der Verwaltungsrat gegen einen sofortigen Strategieentscheid (Publikumsverkehr vs. Business Aviation) entschieden. Vielmehr hat er Maßnahmen getroffen, um alle Optionen des Weiterbestehens offen zu halten und zu einem späteren Zeitpunkt zeitnah auf die entsprechenden Marktbedürfnisse reagieren zu können.

Unter der Annahme, dass sich die Nachfrage nach Flugreisen im Herbst 2020 und im kommenden Jahr erholen sollte, wird sich der Flughafen vorerst auf das Geschäftsmodell mit saisonalem Publikumsverkehr fokussieren.