Visualisierung: So sollen die Airbus A350 von Fiji Airways aussehen.

Keine DreamlinerFiji Airways entscheidet sich für Airbus A350

Bis zu acht Langstreckenjets wollte Fijis Nationalairline bei Airbus oder Boeing ordern. Nun least sie vorerst nur zwei A350 - und entscheidet sich gegen den Dreamliner.

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Die nationale Fluggesellschaft der Fiji-Inseln bedient die Langstrecke zurzeit mit vier Airbus A330. Auf der Kurz- und Mittelstrecke setzt Fiji Airways dagegen auf Boeing 737. Noch Anfang des Jahres stellte sich daher die Frage: Mit welchem Jet wird die Fluglinie auf der Langstrecke in die Zukunft gehen? Wählt sie Airbus A330 Neo oder A350, oder wechselt sie zum 787 Dreamliner und wird damit zum reinen Boeing-Betreiber?

Am Donnerstag (2. Mai) gaben Airbus und Fiji Airways nun bekannt, dass die Airline zum neuesten A350-Betreiber wird. Sie least zwei der Flieger von DAE Capital aus Dubai, die dadurch selber zum neuesten A350-Käufer wird. Die Flugzeuge werden in der Business Class jeweils mit 33 Plätzen ausgestattet sein, die sich in flache Betten verwandeln lassen und alle einen eigenen Zugang zum Gang haben. Die Economy Class wird 301 Plätze haben.

Ursprünglich bis zu acht Jets

Die Jets sollen zunächst auf bestehenden Routen zwischen Fiji und Australien sowie den USA fliegen, aber auch die Möglichkeit schaffen, neue Strecken zu eröffnen. Die A350 werden im November und Dezember 2019 zur Flotte stoßen und die A330 offenbar ergänzen.

Die Entscheidung für das Leasing der beiden A350 ist spannend, da die Fluggesellschaft ursprünglich erklärt hatte, man verhandle mit Airbus und Boeing über die Anschaffung von bis zu acht Langstreckenjets. Doch die Entscheidung verzögerte sich und im Januar sagte Airline-Chef Andre Viljoen, man brauche «eine Lösung, die für uns derzeit wirtschaftlich sinnvoll ist und gleichzeitig unsere zukünftigen Wachstumsanforderungen erfüllt».

Erst einmal keine Dreamliner

Ebenfalls am Donnerstag gab Fiji Airways nun bekannt, dass der Gewinn im Finanzjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 40 Prozent zurückgegangenen sei, vor allem aufgrund gestiegener Treibstoffpreise. Ob und wann die Fluggesellschaft nun in nächster Zeit weitere Langstreckenflieger anschaffen will, ist nicht bekannt.

Klar dürfte jedoch sein, dass Boeings Dreamliner erstmal aus dem Rennen ist. Viljoen hatte Anfang des Jahres auch erklärt, wenn man sich für die Boeing 787 entscheide, würden diese die A330 ersetzen. Erst die A350 zu leasen und dann doch alle Jets von Airbus durch solche von Boeing zu ersetzen, scheint vorerst unwahrscheinlich.

Gerade erst zwei 737 Max eingeflottet

Auf die Entscheidung zugunsten der A350 könnte derweil auch das weltweite Grounding der Boeing 737 Max indirekt Einfluss gehabt haben. Denn Fiji Airways hatte gerade begonnen, ihre Boeing 737 durch 737 Max zu ersetzen, als sie ihre zwei bisher gelieferten 737 Max zu Boden beordern musste. Das hat zwar nicht direkt etwas mit den Langstreckenjets zu tun, dürfte Boeing bei den Verhandlungen aber auch nicht gerade geholfen haben.

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