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Brussels Airlines fliegt cash-positiv

Zwischen Januar und März begrüßte die belgische Airline 192.000 Passagiere, ein Rückgang von 88 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2020, als zwei der drei Monate normale Monate ohne den Einfluss von Covid-19 waren. Die Fluggesellschaft führte 1791 Flüge durch, ebenfalls ein Rückgang von 87 Prozent. Der Umsatz von Brussels Airlines sank im ersten Quartal 2021 um 76 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 55 Millionen Euro.

Die betrieblichen Aufwendungen sanken um 59 Prozent auf 130 Millionen, was vor allem auf den volumenbedingten Rückgang des Materialaufwands zurückzuführen ist. Trotz eines hohen Fixkostenanteils konnten die Kosten dank der nahezu abgeschlossenen Restrukturierungsphase des Programms Reboot Plus gesenkt werden. Das bereinigte Betriebsergebnis von Brussels Airlines sank entsprechend um 9 Prozent auf minus 70 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um 25 Prozent auf ebenfalls minus 70 Millionen Euro, obwohl der Vorjahreswert durch Wertminderungen auf Flugzeuge und Nutzungsrechte an Flugzeugen in Höhe von 29 Millionen belastet war.

Im Rahmen des Transformationsprogramms Reboot Plus hat Brussels Airlines die Restrukturierungsphase, in der die Flottengröße um 30 Prozent und der Personalbestand um 25 Prozent reduziert wird, nahezu abgeschlossen. Neben anderen zusätzlichen Maßnahmen in diesem Programm gelten seit Januar 2021 neue Tarifverträge für alle Mitarbeitergruppen, die eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur auf der Ebene der Personalkosten schaffen. Das Reboot-Plus-Programm, das bis 2024 eine strukturelle Ebit-Marge von 8 Prozent anstrebt, tritt nun in eine zweite Phase ein, eine Phase strategischer Investitionen in die Kundenbetreuung, in die Effizienz, in die Mitarbeiterentwicklung und in Werkzeuge, um eine langfristig profitable Zukunft für das Unternehmen zu schaffen.

Seit Beginn der Coronavirus-Krise hat Brussels Airlines ihre Flugkapazitäten strikt angepasst, um so gut wie möglich auf die Marktnachfrage zu reagieren und ihre Liquidität zu sichern. Dank dieses sehr proaktiven und restriktiven Kapazitätsmanagements konnte die Fluglinie seit dem Neustart am 15. Juni 2020 jede Woche einen cash-positiven Flugbetrieb aufrechterhalten. Derzeit baut sie ihre Flugkapazitäten schrittweise auf, um ein Flugangebot entsprechend der erwarteten Nachfrage für die Sommerferiensaison anbieten zu können (durchschnittlich 65 Prozent ihrer Kapazität 2019), wobei der Schwerpunkt auf dem Freizeitsegment und natürlich auf ihrem großen Afrika-Angebot liegt.