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BER-Betreiberin sieht finanzielle Verbesserungen: Positives Betriebsergebnis

Der deutsche Hauptstadtflughafen ist wie geplant auf dem Weg zur finanziellen Selbstständigkeit. Im Jahr 2023 konnte die Betreiberin Flughafen Berlin Brandenburg erneut ein positives Betriebsergebnis erwirtschaften. Das Geschäftsergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, betrug – ohne Sondereffekte – 124,4 Millionen Euro. Es war erstmals höher als vor der Corona-Pandemie. Eine wesentliche Grundlage waren die 2023 erneut gestiegenen Passagierzahlen, so der BER. Im vergangenen Jahr reisten mehr als 23 Millionen Menschen über den Flughafen und damit über drei Millionen Passagiere mehr als im Jahr 2022. Insgesamt verläuft die Erholung gegenüber der Vor-Corona-Zeit langsamer als an vielen anderen deutschen und ausländischen Flughäfen. So lagen der innerdeutsche Verkehr am BER bei rund einem Drittel, der Europaverkehr aufgrund der in Deutschland nicht wettbewerbsfähigen Standortkosten bei 72 Prozent, wohingegen der Interkontinentalverkehr sich auf demselben Niveau bewegte wie vor der Pandemie.

Die Betriebserträge stiegen im Vergleich zum um einmalige Grundstücksverkäufe bereinigten Vorjahr um 15 Prozent auf 495,5 Mio. Euro bei konstantem Betriebsaufwand. Insgesamt bleibt die finanzielle Situation der Flughafen Berlin Brandenburg FBB aufgrund der Bauvergangenheit des Flughafens BER angespannt. Für das Jahr 2023 ergab sich ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 212,8 Millionen Euro und damit – wie zu erwarten war – nach wie vor ein Verlust. Bereinigt um die im Vorjahr noch erzielten Gewinne aus Grundstücksverkäufen fiel der Konzernverlust im Geschäftsjahr 2023 jedoch um 31,4 Millionen Euro deutlich niedriger aus als im Geschäftsjahr 2022.