Bei Edelweiss droht Streik - Gewerkschaft der Pilotinnen und Piloten bricht Verhandlungen ab

Seit Anfang Jahr verhandeln die Gewerkschaft der Pilotinnen und Piloten und der Ferienflieger über einen neuen Tarifvertrag, in der Schweiz Gesamtarbeitsvertrag genannt. Das Cockpitpersonal fordert eine bessere Planbarkeit des Soziallebens sowie eine nachhaltige finanzielle Perspektive. Edelweiss habe sich aber bisher kaum verhandlungsbereit gezeigt und sei nicht gewillt, den Wünschen der Pilotinnen und Piloten nachzukommen, kritisiert Aeropers. Somit drohe ab dem 1. Juli ein vertragsloser Zustand.

Bis zuletzt habe man immer wieder neue Vorbedingungen erfüllen sollen, um überhaupt angehört zu werden, kritisiert die Gewerkschaft. Edelweiss habe «die berechtigten Interessen der eigenen Mitarbeitenden wiederholt in Zweifel» gezogen. «Wir sind enttäuscht, dass die Geschäftsleitung auf sämtliche Vorschläge mit Vorbedingungen reagiert», sagt Clemens Kopetz, Präsident von Aeropers. «Ohne Vorbedingungen verweigert die Edelweiss-Geschäftsleitung Gespräche. Wir haben ihr deshalb gestern Abend mitgeteilt, dass wir die Verhandlungen abbrechen.»

Der Vorstand von Aeropers wird in den nächsten Tagen darüber beraten, wie es weitergeht. Edelweiss sei 2023 mit einer betrieblichen Marge von 8,5 Prozent im Lufthansa-Konzern die nach Swiss erfolgreichste Airline gewesen, erklärt er.

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