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Alternative zu GPS geschaffen, Finnair fliegt wieder nach Tartu

Die finnische Fluggesellschaft wird ab dem 2. Juni die Flüge nach Tartu in Estland wieder aufnehmen. Das teil Finnair am Donnerstag (16. Mai) mit. Sie hatte die Flüge nach Tartu für einen Monat ausgesetzt, damit am dortigen Flughafen eine Anfluglösung eingeführt werden kann, die kein GPS-Signal erfordert.

Die bisher am Flughafen Tartu verwendeten Anflugmethoden basierten auf GPS-Signalen. Aufgrund von GPS-Störungen in der Gegend konnten Flugzeuge daher manchmal nicht anfliegen und auf dem Flughafen landen. Dies führte dazu, dass Finnair die Flüge zwischen Helsinki und Tartu vom 29. April bis 31. Mai aussetzte.

Im Mai wurden die Anflugmethoden am Flughafen Tartu aktualisiert, sodass einige Anflüge ohne GPS-Signal durchgeführt werden können. Diese erneuerten Anflugmethoden basieren auf Funksignalen, die von Bodenstationen gesendet werden. Solche bodengestützten Methoden werden in der Luftfahrt schon seit langem eingesetzt und GPS-Störungen beeinträchtigen ihre Anwendbarkeit nicht. An einigen Flughäfen werden noch immer ähnliche traditionelle Anflugmethoden als Alternative zu GPS-basierten Anflugmethoden eingesetzt.

«Estonian Air Navigation Services (EANS) hat bei der Umsetzung der alternativen Methode hervorragende Arbeit geleistet», so Finnair. Man wolle «allen unseren Partnern in Estland dafür danken, dass sie dieses Problem so schnell gelöst haben».

Finnair fliegt zwei Mal täglich, sechs Tage die Woche, nach Tartu. Die Flüge werden von Finnairs Partner Norra mit ATR-Flugzeugen durchgeführt.