Business-Class-Essen und -Sitze: Hier will Sun Country Airlines abbauen.

US-AirlineNeuer Chef will Sun Country auf billig trimmen

Weniger Premium, mehr Sitze, kostenpflichtiges Gepäck - so will der neue Chef Sun Country Airlines profitabler machen. Auch bei den Mitarbeitern möchte er sparen.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Seit Juli hat Sun Country Airlines einen neuen Chef: Jude Bricker tauschte seine Posten als Geschäftsführer und Vizepräsident des amerikanischen Billigfliegers Allegiant Air gegen den Chefsessel beim Ferienflieger. Dort will er nun seine Lowcost-Erfahrung nutzen und die Fluggesellschaft umbauen.

Auf einer Veranstaltung kündigte Bricker an, ab Januar Gebühren für Aufgabegepäck zu verlangen. Auch Platzreservierungen sollen bei Sun Country in Zukunft kostenpflichtig seien, während Wasser und Limonaden gratis bleiben. Die Boeing-737-Flotte soll zwar weiterhin über eine Business Class (offiziell First genannt) verfügen, allerdings mit weniger Plätzen pro Flugzeug. Auch der Essensservice in der besten Klasse wird zurückgefahren.

Mehr Abflugorte geplant

Die Gesamtzahl der Sitze je Maschine steigt dadurch von 162 auf 180. Dabei schrumpft der Standard-Sitzabstand von rund 81 auf etwa 74 bis 76 Zentimeter. Dünnere Sitze sollen den Effekt etwas abmildern. Außerdem kündigte Bricker an, eine Zwischenklasse mit rund 81 Zentimeter Sitzabstand ins Programm aufzunehmen. Der Umbau der 22 Flugzeuge von Sun Country soll etwa ein Jahr dauern.

Der neue Chef plant auch, das Streckennetz zu erweitern und die Schönwetter-Ziele der Airline, etwa in Mexiko oder der Karibik, ebenfalls von anderen Städten im Mittleren Westen aus anzufliegen, wie etwa Cincinnati, Milwaukee oder Indianapolis. Bisher war Minneapolis die Basis. «Wir müssen uns diversifizieren», sagt Bricker. Dass 95 Prozent des Netzwerkes aus Minneapolis komme, sei angesichts einer steigenden Konkurrenz durch Delta, Spirit und Frontier nicht vertretbar.

Mitarbeiter bekommen Abfindungen

Laut der Zeitung Star Tribune soll Sun Country Angestellten - mit Ausnahme von Piloten -, die schon zehn Jahre oder länger im Betrieb sind, Abfindungen anbieten, für den Fall, dass sie die neue Ausrichtung nicht mittragen und das Unternehmen verlassen wollen. Der Luftfahrtberater Robert Mann sagte der Zeitung: «Die Idee ist, ältere, teuerere Arbeiter herauszukaufen und sie durch jüngere, billigere Angestellte zur ersetzen.» Mann warnte vor dem Risiko, so Mitarbeiter zu verlieren, die ein hohes Serviceniveau garantierten.

Mehr zum Thema

Der Flieger bekommt ein neues Kleid.

Neues Aussehen im Zeitraffer

Anflug: Heute landen wir auf einem Inselflughafen.

Wie gut kennen Sie sich mit Inselflughäfen aus?

Flughafen México City: er soll streichen.

Mexikos Regierung zwingt größten Flughafen, weniger Flüge anzunehmen

Chicago O'Hare, USA: Einer von zwei Flughäfen der Vereinigten Staaten, die alle bewohnten Kontinente bedienen.

Ab diesen sechs Flughäfen kommt man auf jeden bewohnten Kontinent

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin