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Airbus rutscht im ersten Quartal tief in die roten Zahlen

«Das Jahr ist aus kommerzieller wie aus industrieller Sicht solide gestartet, jedoch wirkt sich die Covid-19-Pandemie bereits jetzt auf unsere Zahlen aus», erklärt Airbus-Chef Guillaume Faury. «Wir befinden uns gerade in der schwersten Krise, die die Luft- und Raumfahrtindustrie je erlebt hat. Wir haben eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Zukunft von Airbus sicherzustellen. So haben wir frühzeitig unser Liquiditätspolster aufgestockt, um finanziell flexibel zu bleiben. Wir passen die Produktionsrate im Zivilflugzeuggeschäft an die Nachfrage seitens unserer Kunden an und konzentrieren uns auf die Kontrolle unseres Cashflows sowie unsere langfristige Kostenstruktur.»

Airbus verbuchte im ersten Quartal 290 Nettobestellungen für Zivilflugzeuge (Vorjahr minus 58), der Auftragsbestand belief sich zum 31. März 2020 auf 7.650 Zivilflugzeuge. Airbus Helicopters verzeichnete 54 Nettobestellungen (Q1 2019: 66 Hubschrauber). Der Auftragseingang von Airbus Defence and Space belief sich auf 1,7 Milliarden Euro und umfasste Services für Militärflugzeuge sowie neue Aufträge für Telekommunikation und Connected Intelligence. Zudem ist ein Vertrag über die Demonstrator-Phase 1A für das europäische FCAS-Programm (Future Combat Air System) enthalten.

Der konsolidierte ​Konzernumsatz sank im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 10,6 Milliarden Eur und spiegelt das schwierige Marktumfeld wider, unter dem insbesondere das Zivilflugzeuggeschäft leidet: Es wurden 40 Flugzeuge weniger als im Vorjahreszeitraum bestellt. Das konsolidierte ​bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) sank um 49 Prozent auf 281 Millionen Euro. Der Rein verlust​ belief sich auf481 Millionen Euro nach einem Reingewinn von 40 Millionen im Vorjahr.