Verdi besorgt über Änderungen bei Fraports Sicherheitstochter

Die Frankfurter Flughafenbetreiberin Fraport trennt sich von Anteilen ihrer Tochter Frasec Luftsicherheit. Bis 2023 wird die Firma Sasse aus München insgesamt 51 Prozent der Anteile an der übernehmen. Schon zum 1. Januar 2022 wechseln erste 26 Prozent den Besitzer. Aktuell sorgt die Frasec Luftsicherheit mit über 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Flughäfen Frankfurt und Stuttgart für Sicherheit im Luftverkehr.

Ab dem 1. Januar 2023 übernimmt Fraport die Steuerung im Bereich der Passagierkontrollen und damit unter anderem die Auswahl und Beauftragung der Sicherheitsdienstleister. «Die neue Gesellschafterstruktur schafft eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich die Frasec Luftsicherheit an zukünftigen Ausschreibungen am Standort Frankfurt beteiligen kann, ohne wettbewerbsrechtliche Risiken einzugehen», so Fraport.

Die Gewerkschaft Verdi teilt dagegen mit: «Die Beschäftigten sind besorgt.» Sie hätten als ehemalige sogenannte Billigtochter der Fraport hart gekämpft, um die sozialen Standards zu verbessern. «Bessere manteltarifvertragliche Regelungen und höhere Löhne mussten erst durch Streiks erkämpft werden», so Verdi. «Die nächste Tarifrunde steht bevor.» Man erwarte, dass die abgeschlossenen Betriebsvereinbarungen weitergelten und die Tarifbindung erhalten bleibe.

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