Die Piste 10/28 des größten Schweizer Flughafens wurde 1948 mit einer Länge von 1900 Metern in Betrieb genommen und in den Jahren 1959 bis 1960 auf die heutige Länge von 2500 Metern verlängert. Sie wurde mit einem Betonoberbau erstellt, dessen Lebensdauer abhängig von der Intensität der Nutzung rund 30 Jahre beträgt. Nach 1985 muss der 30-jährige Mittelstreifen der Piste 28 nun zum zweiten Mal erneuert werden, da er am Ende der Nutzungsdauer angelangt ist. Bei der geplanten Sanierung wird die gleiche Technik angewendet wie bei der Pistensanierung 14/32 im Jahr 2014. Dabei wird die Betonpiste im Bereich des Mittelstreifens in den nächtlichen Betriebspausen etappenweise durch einen Asphaltbelag erneuert. Sie beginnen am 27. März. Während des Tages müssen die Flugzeuge auf der Piste normal starten und landen können.
Die Sanierungsarbeiten des Mittelstreifens der Piste 10/28 werden in rund 70 bis 80 nächtliche Bauetappen unterteilt. Die ursprüngliche Betonpiste wird durch einen dreischichtigen Asphalt-Belag ersetzt. Der benötigte Asphalt wird jeweils bereits am Tag angeliefert. Zum Einsatz kommt ein spezieller Niedrigtemperaturasphalt, der rasch tragfähig wird, damit die Piste pünktlich zum Betriebsbeginn am Morgen wieder bereit ist.
Im Zusammenhang mit der baulichen Sanierung der Piste 10/28 erfolgt auch eine Kompletterneuerung der Anflug-, Pisten- und Rollwegbefeuerung. Damit verbunden ist der Wechsel von Halogen- auf neue, kommunikative LED-Feuer. Deren Erschliessung wird ab den neuen oberirdischen Trafostationen Riet und Himmelbach und der unterirdischen Trafostationen Mitte erfolgen. Diese wurden zwischen 2019 und 2020 erstellt.