Die Flugbegleitergewerkschaft Association of Professional Flight Attendants hat dem Chef von American Airlines, Robert Isom, einstimmig das Vertrauen entzogen. Es ist nach Angaben der Gewerkschaft das erste Misstrauensvotum gegen einen Chef in ihrer Geschichte. Die Interessenvertretung spricht von einer «anhaltenden Abwärtsspirale» unter der aktuellen Führung.
Die APFA begründet den Schritt mit schwachen finanziellen Ergebnissen, operativen Problemen und einer aus ihrer Sicht gescheiterten kommerziellen Strategie. American Airlines habe gegenüber Wettbewerbern wie United, Delta und Southwest «gefährlich an Boden verloren». Präsidentin Julie Hedrick erklärte, das Ausmaß der Probleme beginne «ganz oben» im Konzern.
Kritik äußerte die Gewerkschaft auch an der Vergütung des Managements. Während sich die Geschäftsentwicklung verschlechtert habe, seien die Bezüge von Führungskräften gestiegen. Zudem verwies die APFA auf schlechte Ergebnisse bei Kundenzufriedenheitsstudien. Das Misstrauensvotum ist ein deutliches Signal der rund 28.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter und erhöht den Druck auf die Konzernspitze.