Die kanadische Luftfahrtbehörde Transport Canada hat eine neue Lufttüchtigkeitsanweisung (Englisch: Airworthiness Directive) für Airbus A220 veröffentlicht. Diese wurden von der europäishen Easa übernommen. Betroffen sind A220-100 und A220-300, die ursprünglich als Bombardier C Series entwickelt wurden.
Hintergrund ist die Feststellung, dass bestimmte obere und seitliche Pylon-Verbindungselemente möglicherweise aus einem nicht zugelassenen Titanmaterial gefertigt wurden. Nach Angaben der Behörde waren Materialzertifikate gefälscht worden. Dadurch könnte die Restfestigkeit der betroffenen Bauteile beeinträchtigt werden, was zu vorzeitigem Verschleiß oder im schlimmsten Fall zum Versagen der Komponenten führen könnte.
Die neue Anweisung ersetzt eine frühere Verfügung vom März 2026 und korrigiert darin enthaltene Fehler sowie Fristen. Für betroffene Flugzeuge müssen die fraglichen Pylon-Bauteile identifiziert und gegebenenfalls vor Erreichen von 8500 Flugzyklen oder 17'000 Flugstunden ersetzt werden.