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So will das DLR die Luftfahrt klimavertäglicher machen

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR hat seine Luftfahrtstrategie für das klimaverträgliche Fliegen fertiggestellt. Sie beschreibt Lösungsvorschläge zur Reduzierung des Einflusses der Luftfahrt auf das Klima im Einklang mit den Zielen des europäischen Green Deal. Sie berücksichtige dabei sowohl die CO2-, als auch die Nicht-CO2-Effekte. Besonders in der Vermeidung der Nicht-CO2-Emissionen liege ein großes Potenzial, die Klimawirkung des Flugverkehrs vergleichsweise schnell zu reduzieren – vor allem durch geeignete Flugrouten, so das DLR.

Die Luftfahrtstrategie zeichne den Weg hin zur klimaverträglichen Luftfahrt bis zur Mitte des Jahrhunderts. Dafür forscht man technologieoffen zusammen mit der nationalen und internationalen Luftfahrtindustrie und -forschung im gesamten Spektrum: von Flugzeugkonzepten und -komponenten über emissionsarme Antriebslösungen im Zusammenspiel mit nachhaltigen Energieträgern bis hin zu klimawirkungsoptimierten Flugrouten und regulativen Maßnahmen, so das DLR.

«Rund die Hälfte der Klimawirkung des Luftverkehrs sind auf Nicht-CO2-Effekte zurückzuführen. Kondensstreifen und daraus resultierende Kondensstreifen-Zirren sind dabei der bedeutendste Faktor», erklärt DLR-Bereichsvorstand Luftfahrt Markus Fischer. «Klimaoptimierte Flugrouten sind ein vielversprechender Weg, um die Nicht-CO2-Effekte zu reduzieren. Dafür ist in den nächsten Jahren die kommerzielle Umsetzbarkeit und Wirksamkeit solcher Flugrouten nachzuweisen. Eine zunehmende Automatisierung und Standardisierung im Flugzeug, im Luftverkehrsmanagement und in der Flugführung werden nötig sein. Zudem brauchen wir die politischen Rahmenbedingungen für die neuen Verfahren.»