Mit dem Wild Atlantic Way besitzt Irland eine der spektakulärsten Küstenrouten überhaupt – Klippen, Buchten und endlose Sandstrände wechseln sich entlang der Westküste ab. Wer noch tiefer eintauchen will, besucht eine der vorgelagerten Inseln: Die Aran Islands vor Galway bewahren mit irischer Sprache und alten Trockenmauern eine Lebensweise, die anderswo verschwunden ist. Auf Achill Island in Mayo trifft man auf einsame Buchten und schroffe Steilküsten, während Rathlin Island vor Antrim mit einer riesigen Kolonie von Papageientauchern begeistert.
Auch die Strände selbst haben ihren eigenen Charakter: Bei angenehmen 14 bis 22 Grad eignen sich die langen, weiten Sandstrände perfekt für Spaziergänge, Wandern oder – im Hochsommer – sogar für ein erfrischendes Bad im Atlantik.
Geschichte zum Anfassen
Irlands historisches Erbe reicht von prähistorischen Stätten wie Newgrange in Meath über die imposanten Basaltsäulen des Giant's Causeway bis zu den klösterlichen Steinbauten auf Skellig Michael. Wer es lieber gemütlich mag, übernachtet in einem der zahlreichen Schlosshotels: Adare Manor in Limerick, Dromoland Castle in Clare oder Cabra Castle in Cavan verbinden jahrhundertealte Mauern mit modernem Komfort.
Dublin: Mehr als nur die Hauptstadt
Dublin überzeugt mit seiner Mischung aus urbanem Flair und Nähe zum Meer. Die Trinity College Bibliothek, die Ha'penny Bridge oder ein Bummel durch die Temple Bar gehören zum Pflichtprogramm.
Einen besonders persönlichen Zugang zur irischen Geschichte bietet das Little Museum of Dublin. Auf drei Stockwerken erzählt die Sammlung die bewegte Geschichte der Hauptstadt seit dem 20. Jahrhundert. Kurator Daryl Hendley Rooney beschreibt sein Haus selbst eher als Theater denn als klassische Ausstellung: Mit über 5'000 gespendeten Exponaten und schauspielerisch geführten Touren – etwa zum U2-Jubiläum – wird der Besuch zu einem Erlebnis voller Geschichte, Humor und irischer Gastfreundschaft.
Wer es ruhiger mag, fährt mit der Bahn in nur rund 30 Minuten zur Halbinsel Howth. Dort lässt sich die Küste auf besondere Weise entdecken: Mit Hidden Howth Experiences führt Gründer Mark McHale – oft begleitet von seiner Hündin Missy – auf einer Wanderung entlang der Klippen durch die 800-jährige Geschichte des Küstenstädtchens. Wer das «echte» irische Gefühl sucht, kombiniert die Tour mit einem Besuch im Fischerdorf, inklusive lokalem Bier und Einblicken in die Brauereien vor Ort.
Eine Literaturnation mit Rhythmus
Kaum ein Land hat literarisch so viel hervorgebracht: Mit gleich mehreren Literaturnobelpreisträgern und einer lebendigen Gegenwartsszene ist Dublin zu Recht UNESCO City of Literature. Am 16. Juni feiert die Stadt mit dem Bloomsday eines ihrer literarischen Wahrzeichen, wenn kostümierte Fans den Spuren von James Joyces Romanfigur folgen. Auch Belfast trägt einen UNESCO-Titel – als City of Music. Hier ist Musik allgegenwärtig: In Dorfpubs beginnen Sessions oft spontan, mit Fiddle, Bodhrán und keltischer Harfe als ständigen Begleitern.
Kulinarische Entdeckungen am Wasser
Die irische Küche erlebt einen spürbaren Wandel: Eine junge Generation von Köchinnen und Köchen setzt auf kurze Wege, frische Produkte vom eigenen Hof und das reiche Angebot des Atlantiks – von Austern über Seetang bis zu handgemachtem Käse. Über 20 Restaurants der Insel tragen mittlerweile Stern-Auszeichnungen. Wer die kulinarische Seele Irlands sucht, wird in Cork fündig, wo der English Market als Zentrum der Genusskultur gilt.
Anreise aus dem gesamten DACH-Raum
Die irische Insel ist aus der Schweiz, Deutschland und Österreich gut und direkt erreichbar. Ab Zürich fliegen Aer Lingus, Swiss und Edelweiss (saisonal nach Cork) nonstop nach Irland, ab Basel und Genf bestehen ebenfalls Direktverbindungen nach Dublin, ab Genf zusätzlich nach Belfast.
Aus Deutschland bieten unter anderem Aer Lingus, Ryanair, Lufthansa und Eurowings zahlreiche Direktflüge nach Dublin – etwa ab Frankfurt, München, Düsseldorf, Köln/Bonn, Hamburg, Berlin oder Stuttgart. Auch Cork und Shannon sind ab Frankfurt direkt angeflogen. Von Wien aus gelangt man mit Aer Lingus oder Ryanair ebenfalls nonstop nach Dublin.
Wer mehr Zeit mitbringt, kann auch per Fähre anreisen, etwa ab der französischen Atlantikküste (Roscoff, Cherbourg) oder ab Schottland.