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Icelandair muss Kapitalerhöhung verschieben

Die Icelandair-Gruppe hat nach eigenen Angaben mit vielen ihrer Interessenvertreter positive Fortschritte erzielt. Mit den Gewerkschaften der Piloten, des Kabinenpersonals und der Mechaniker wurden neue langfristige Tarifvereinbarungen getroffen. Mit der isländischen Regierung sowie mit Íslandsbanki und Landsbankinn wird derzeit an den Bedingungen für eine staatlich garantierte Kreditfazilität gearbeitet. Sie wird jedoch davon abhängig gemacht, dass das Unternehmen ausreichende Zugeständnisse von den Gläubigern erhält und das geplante Aktienangebot erfolgreich abgeschlossen wird.

Die Gruppe hat positive Rückmeldungen von den meisten ihrer Gläubiger erhalten, die weiterhin bereit sind, in diesem Prozess mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten. Die Verhandlungen mit bestimmten wichtigen Gegenparteien sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Zu diesen Gegenparteien gehören Leasinggeber und ein Kreditkarten-Anbieter. Die Gespräche mit den Parteien sind in den letzten Wochen vorangekommen und könnten in den kommenden Tagen abgeschlossen werden, wenn ein konstruktiver Dialog aufrechterhalten wird.

Unter der Bedingung, dass die vollständig dokumentierten Vereinbarungen mit den verbleibenden Aktionären im Juli abgeschlossen werden, beabsichtigt das Unternehmen, das vorgeschlagene Angebot neuer Aktien im August einzuleiten. Sollten diese Verhandlungen jedoch erfolglos bleiben, muss das Unternehmen ohne die staatlich garantierte Kreditfazilität eine neue Phase seines Restrukturierungsprozesses einleiten. Ein solcher Prozess könnte sich über bis zu zwölf Monate erstrecken, und das Unternehmen müsste während dieses Prozesses einen Zahlungsaufschub für alle Zahlungen an die Finanzgläubiger beantragen.