Gesellschafter vor Abflug am Airport Paderborn

Der Kreis Gütersloh, mit acht Prozent am Flughafen Paderborn/Lippstadt beteiligt, plant den Ausstieg. Der Kreisausschuss hat sich am Montag (10. August) einstimmig hinter eine Verwaltungsvorlage gestellt, keine weiteren finanziellen Verpflichtungen mehr einzugehen, die über die sogenannte «Verlustabdeckung 1» hinausgehen. Mit der hatte sich der Kreis Gütersloh verpflichtet, bis zu 200.000 Euro im Jahr als Verlustausgleich zu übernehmen.

Die Verwaltung wird zudem beauftragt, insbesondere mit dem Hauptgesellschafter, dem Kreis Paderborn, über einen Ausstieg des Kreises Gütersloh aus der Flughafen GmbH zu verhandeln. Der Kreis Lippe wird sich laut der Zeitung Westfalen Blatt wohl ebenfalls aus der Eigentümergemeinschaft verabschieden, und auch die Stadt Bielefeld prüft, ob sie die GmbH verlässt. Übrig blieben dann die Kreise Paderborn, Höxter, Soest und Hochsauerland.

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt wird voraussichtlich im Herbst zahlungsunfähig. Der Kreis Paderborn, mit gut 56 Prozent der Haupteigentümer, strebt eine Insolvenz in Eigenverwaltung an und möchte den Flughafen kleiner aufstellen.

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