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Emirates kann Gewinn trotz Umsatzrückgang erhöhen

Die Fluggesellschaft Emirates hat zum Ende des Geschäftsjahres 2015/16 bei der gesamten Passagier- und Frachtkapazität die Marke von 56 Milliarden überschritten und erreichte 56,4 Milliarden angebotene Tonnen-Kilometer (Available Tonne Kilometres; ATKM). Gegenüber dem Vorjahr erhöhte die Airline Kapazitäten im Berichtszeitraum um elf Prozent beziehungsweise um 5,5 Milliarden ATKM.

Emirates erhielt 29 neue Flugzeuge, die höchste Anzahl im Laufe eines Geschäftsjahres,  darunter 16 Jets des Typs Airbus A380, 12 Boeing 777-300ER sowie einen Boeing 777-Vollfrachter. Damit umfasste die Flotte zum Stichtag 251 Großraumflugzeuge. Im gleichen Zeitraum wurden neun Flugzeuge ausgemustert. Damit liegt das Durchschnittsalter der Flotte bei 74 Monaten und damit in etwa bei der Hälfte des Branchenschnitts von 140 Monaten.

Aufgrund signifikanter Währungsabwertungen gegenüber dem US-Dollar sowie Anpassungen bei Tarifen als Reaktion auf den Rückgang der Kerosinpreise, verzeichneten die Umsatzerlöse einen Rückgang von vier Prozent auf 85 Milliarden AED (23,2 Milliarden USD). Der unaufhaltsame Anstieg des Dollars gegenüber den Währungen in den meisten der wichtigsten Emirates-Märkten hatte eine Auswirkung von sechs Milliarden AED (1,6 Milliarden USD) auf den Umsatz sowie 4,2 Milliarden AED (1,1 Milliarden USD) auf das Gesamtergebnis der Fluggesellschaft.

Die Gesamtbetriebskosten sind gegenüber 2014/15 um 8 Prozent gesunken. Der durchschnittliche Kerosinpreis fiel im Laufe des Finanzjahres und trug zur Verbesserung des Gesamtergebnisses bei. Die Kosten für Treibstoff bei Emirates sanken im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent auf 19,7 Milliarden AED (5,4 Milliarden USD) und entsprechen aktuell einem Anteil von 26 Prozent der gesamten Betriebskosten, im Vergleich zu 35 Prozent im vergangenen Berichtszeitraum. Dennoch bleibt Kerosin der größte Kostenfaktor für die Fluggesellschaft. Der Airline gelang trotz gestiegenem Wettbewerbsdruck in allen Märkten ein Gewinn von 7,1 Milliarden AED (1,9 Milliarden USD). Dies entspricht einem Wachstum von 56 Prozent gegenüber dem vergangenem Berichtszeitraum sowie einer gesunden Gewinnspanne von 8,4 Prozent, der höchsten Marge seit dem Geschäftsjahr 2010/11.