Edelweiss einigt sich mit den Piloten auf Krisenvertrag

Der Pilotenverband Aeropers und Edelweiss Air haben sich geeinigt, wie sie die Auswirkungen der Corona-Krise zusammen bewältigen wollen. Nach zahlreichen harten, aber auch konstruktiven Verhandlungsrunden konnte gestern eine Vereinbarung zwischen den beiden Parteien erreicht werden. Zuerst wird die Kurzarbeit so lange wie möglich fortgeführt. Sobald das Mittel der Kurzarbeit nicht mehr zur Verfügung steht, die Nachfrage nach Flugreisen aber noch nicht das Vorkrisenniveau erreicht und die Edelweiss noch zu viele Piloten angestellt hat, werden diese zu einem reduzierten Lohn in eine verordnete Teilzeit geschickt. In dieser Phase kann die Edelweiss dank den Zugeständnissen der Piloten beim Cockpitpersonal bis zu 20 Prozent der Lohnkosten, unter anderem durch die Reduktion der Pensionskasseneinzahlungen, sparen. In einer dritten Phase, sobald die Piloten wieder Vollzeit arbeiten, sieht die Vereinbarung vor, dass die Flugzeitenregelungen aus dem Gesamtarbeitsvertrag (Tarifvertrag) 2019 angepasst werden, damit die Edelweiss ihre Piloten länger und flexibler einsetzen kann. Während dieser Zeit verzichten sie ausserdem auf Ferientage. Ende 2023 endet die jetzt ausgehandelte temporäre Vereinbarung und der Vertrag 2019 gilt wieder uneingeschränkt bis mindestens Mitte 2024.

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