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DFS schrieb 2019 einen Gewinn

Die DFS Deutsche Flugsicherung hat im Geschäftsjahr 2019 trotz eines leichten Rückgangs der Verkehrsnachfrage und sich erneut verschärfender Rahmenbedingungen Umsatz und Konzernergebnis steigern können. Im Jahr 2019 waren 3,334 Millionen kontrollierte Flüge im deutschen Luftraum unterwegs, das sind 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Infolge der Corona-Krise ist der Verkehr im ersten Quartal 2020 drastisch eingebrochen. Ende März lag das Verkehrsaufkommen in Deutschland um 84,7 Prozent unter dem des Vorjahres.

Die DFS-Gruppe steigerte im Geschäftsjahr 2019 ihren Umsatz nach IFRS-Rechnungslegungsstandard um 0,3 Prozent auf 1,181 Milliarden Euro. (2018: 1,177 Milliarden). Damit stieg die Gesamtleistung um rund 3 Millionen Euro, allerdings haben sich die einzelnen Umsatzkomponenten unterschiedlich entwickelt. Aufgrund der deutlich geringeren Gebührensätze 2019 im Vergleich zum Vorjahr reduzierten sich die Umsatzerlöse aus Strecken- und An- und Abfluggebühren um 15 Millionen Euro. Eine positive Entwicklung ist im Bereich der anderen Umsatzerlöse zu verzeichnen. So konnten insbesondere im Drittgeschäft und im Ausbildungsbereich höhere Erlöse erzielt werden.

Die Umsatzerlöse der nationalen und internationalen DFS-Tochtergesellschaften stiegen auf 87,1 Millionen Euro (Vorjahr: 67 Millionen Euro). Der operative Gewinn (Ebit) belief sich auf 1,9 Millionen Euro (Vorjahr: 1,5 Millionen Euro). Anlaufverluste sind dabei berücksichtigt. «Damit leistet das Drittgeschäft einen immer größeren Beitrag zum Unternehmenserfolg», sagt Prof. Klaus-Dieter Scheurle, CEO der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH.

Der Personalaufwand in der DFS-Gruppe stieg um 6,4 Prozent auf 935,2 Millionen Euro. Die Zahl der Beschäftigten wuchs um 2,5 Prozent auf 5585 (Vorjahr: 5437).
Insgesamt sank das Betriebsergebnis (EBITDA) der DFS um 44,9 Prozent auf 78,01 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss steigerte sich um 218 Prozent auf 35,6 Millionen Euro (Vorjahr: minus 30,1 Millionen). Dieser Anstieg beruht auf einem positiven Finanzergebnis von 65,4 Millionen Euro. «Wir haben 2019 alles in allem eine solide operative und finanzielle Entwicklung verzeichnen können. Vor dem Hintergrund der abgeschwächten Konjunktur und der negativen Entwicklung in der Luftfahrtindustrie können wir mit unserer Geschäftsentwicklung zufrieden sein. In einem herausfordernden Umfeld ist es uns gelungen, das Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich zu steigern»“, sagt Prof. Scheurle.