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Condor wehrt sich gegen Billigflug-Vorwürfe

Nachdem Condor sich einen staatlich verbürgten Übergangskredit in Höhe von 380 Millionen Euro gesichert hat, gibt es nun Kritik. So warnt die FDP vor einer Zweckentfremdung des Kredites, da Condor zuletzt Sonderangebote für Einzeltickets machte. «Kampfpreise und Marktgewinnungsstrategien mit Steuergeld zu machen, ist ein Unding», sagte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer.

Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtet, dass man mit Condor zuletzt etwa für 150 Euro von Hamburg nach Gran Canaria buchen konnte, nachdem man dafür vor der Kreditvergabe noch rund 380 Euro gezahlt habe. Konkurrenten wie Tuifly, Eurowings und Lufthansa seien schwer verstimmt über diese Preispolitik.

Condor wies gegenüber dem Magazin den Verdacht zurück, man könnte das Darlehen für Dumpingangebote nutzen. Die letzte Preisaktion sei vom 23. September bis 3. Oktober gelaufen, hieß es. Sie begann demnach einen Tag, nachdem Condors Mutterkonzern Thomas Cook Insolvenz angemeldet hatte. Die Aktion sei bereits im Juli in die Systeme eingespielt worden und habe kurzfristig nicht gestoppt werden können, so Condor. Allerdings sind günstige Einzelticket-Angebote weiterhin auf Condors Webseite zu finden.