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Boeing schreibt 1,7 Milliarden Dollar Verlust

Boeing meldet für das erste Quartal 2020 einen Umsatz von 16,9 Milliarden US-Dollar nach 22,9 Milliarden im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Flugzeugbauer verzeichnete nun einen Verlust in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal 2019 hatte Boeing noch 1,99 Milliarden Dollar Gewinn gemacht. Der Verluste spiegele «in erster Linie die Auswirkungen von Covid-19 und des Flugverbotes für die 737 Max wider», so das Unternehmen.

«Die Covid-19-Pandemie wirkt sich auf jeden Aspekt unseres Geschäfts aus, einschließlich der Kundennachfrage der Fluggesellschaften, der Produktionskontinuität und der Stabilität der Lieferkette», sagte Boeing-Chef David Calhoun. «Da die Pandemie das Passagieraufkommen der Fluggesellschaften weiter reduziert, sieht Boeing erhebliche Auswirkungen auf die Nachfrage nach neuen Verkehrsflugzeugen und Dienstleistungen, da die Fluggesellschaften den Kauf neuer Jets verzögern, Lieferpläne verlangsamen und Wartungsarbeiten zurückstellen.»

Der Umsatz bei den Passagierfliegern belief sich im ersten Quartal auf 6,2 Milliarden Dollar. Die Betriebsmarge für das erste Quartal ging auf 33,3 Prozent zurück. Das sei zurückzuführen auf ein niedrigeres Auslieferungsvolumen, anormale Produktionskosten in Höhe von 797 Millionen US-Dollar aufgrund der zeitweiligen Aussetzung der Produktion der 737 Max, eine Belastung in Höhe von 336 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit den Reparaturkosten für 737-NG-Bauteile (Pickle Fork), niedrigere Margen in Höhe von 787 Millionen US-Dollar vor allem aufgrund von Covid-19 und anormale Produktionskosten in Höhe von 137 Millionen US-Dollar aufgrund der zeitweiligen Aussetzung des Betriebs in Puget Sound als Reaktion auf Covid-19.

Boeing Auftragsbestand bei Passagierfliegern umfasst noch mehr als 5000 Flugzeuge im Wert von 352 Milliarden Dollar.