Auch Gewerkschaft macht Druck auf deutsche Regierung wegen Luftverkehrsabgabe

Die Gewerkschaft Verdi und zahlreiche Vertreter der Lufthansa-Beschäftigten fordern die deutsche Bundesregierung in einem offenen Brief auf, die Luftverkehrspolitik zu überdenken. Aufgrund politischer Entscheidungen sehen sie deutsche Airlines und ihre Arbeitsplätze im internationalen Wettbewerb zunehmend benachteiligt. Sie beklagen, dass die deutsche Luftverkehrsabgabe, Vorgaben zur Beimischung knapper synthetischer Kraftstoffe und Russland-Sanktionen europäische Airlines stärker belasten als die internationale Konkurrenz, insbesondere gegenüber teils staatlich subventionierten Airlines aus Asien und dem arabischen Raum.

In ihrer Petition fordern sie die Bundesregierung auf, den Alleingang bei Treibstoff-Quoten und die europäische Regelung zu stoppen sowie die Luftverkehrsabgabe abzuschaffen, wie es Schweden bereits plant. Zudem drängen sie auf eine Ausweitung der Russland-Sanktionen auf alle Airlines im europäischen Markt.

Marvin Reschinsky von Verdi mahnt: «Weitere politische Alleingänge belasten die deutsche Luftverkehrsindustrie. Flugstreichungen und Arbeitsplatzabbau sind bereits Realität. Die Bundesregierung muss die Luftverkehrssteuer sofort abschaffen, um weitere Arbeitsplatzverluste zu verhindern.»

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