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Airbus gründet Brennstoffzellen-Firma mit Elring Klinger

Airbus schließt mit dem Automobilzulieferer Elring Klinger eine Partnerschaft im Bereich der Brennstoffzellen-Technologie. Schon im Sommer lieferte Elring Klinger an Airbus einen individuell ausgelegten Teststand sowie Brennstoffzellen-Stacks. Dabei handelt es sich um Zellstapel, die in der Regel aus Bipolarplatten, Membran-Elektroden-Einheiten, Dichtungen sowie Endplatten und dem Verspannsystem bestehen.

Die aktuelle Übereinkunft beinhaltet ein neu zu gründendes gemeinsames Unternehmen, das in den kommenden Jahren zunächst luftfahrttaugliche Brennstoffzellenstacks entwickeln und validieren wird. Elring Klinger ermöglicht dieser neu zu gründenden Gesellschaft den Technologiezugang und erhält dafür zum für Ende 2020 geplanten Closing eine Kompensation im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Darüber hinaus wird Elring Klinger dem neuen Gemeinschaftsunternehmen künftig die für die Entwicklung notwendigen Komponenten zuliefern.

Die Vereinbarung der strategischen Partnerschaft folgt dem kürzlich veröffentlichten Flugzeugkonzept Zero E von Airbus. Airbus setzt auf Wasserstoff als Schlüsseltechnologie, um bis zum Jahr 2035 das erste emissionsfreie Flugzeug für den kommerziellen Markt zu entwickeln. Dafür testet und erforscht Airbus eine Vielzahl an Konfigurationen und Technologievarianten zur Anwendung von Wasserstoff, untern anderem auch in Verbindung mit der Nutzung von Brennstoffzellen, um elektrische Energie zu erzeugen.

An dem neu zu gründenden Unternehmen wird Elring Klinger eine Minderheitsbeteiligung halten, die restlichen Anteile liegen bei Airbus. Das Closing der Vereinbarung und die Gründung der gemeinsamen Gesellschaft unterliegen noch den üblichen rechtlichen Genehmigungen.