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Airbus arbeitet wieder an moderner A320-Endmontagelinie in Toulouse

Der Flugzeugbauer hat die Arbeiten zur Modernisierung seiner industriellen Kapazitäten für die A320-Familie in Toulouse wieder aufgenommen. Dadurch will der europäische Flugzeugbauer eine höhere Flexibilität seines globalen Produktionssystems sicherstellen, um besser auf den sich erholenden Markt und die künftige Nachfrage reagieren zu können.

Die modernisierte, digital unterstützte A320/A321-Endmontagelinie (Final Assembly Line – FAL) wird eine der bisherigen A320-Endlinien in Toulouse ersetzen. Errichtet im ehemaligen A380-Lagardère-Werk soll sie bis Ende 2022 ihren Betrieb aufnehmen.

Mit Beginn der Covid-19-Krise wurden ursprüngliche Pläne zur Bereitstellung moderner A321-Produktionskapazitäten in Toulouse auf Eis gelegt. Dies folgte einer Entscheidung, die Produktion von Verkehrsflugzeugen um rund 40 Prozent zu reduzieren. «Nun, mit einer Markterholung in Sicht und einer möglichen Rückkehr zu den Single-Aisle-Produktionsraten von vor der Covid-Krise zwischen 2023 und 2025 in Reichweite, nimmt Airbus seine Projekt-Aktivitäten wieder auf», so der Flugzeugbauer.

Hamburg und Mobile (Alabama) sind heute die einzigen Airbus-Standorte, die für die Montage von A321-Flugzeugen ausgelegt sind. Die nun beschlossene Erweiterung des Airbus-Produktionssystems für Single-Aisle-Flugzeuge um eine Montagelinie neuester Generation in Toulouse soll dazu beitragen, den industriellen Ablauf, die Arbeitsbedingungen, die Qualität und die Wettbewerbsfähigkeit von Airbus weiter zu verbessern. Die höhere Flexibilität in der A321-Produktion soll auch die Indienststellung des neuen A321 XLR Langstreckenjets in Hamburg unterstützen, die für 2023 geplant ist.