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9700 Frachtflüge in Köln/Bonn in der Corona-Krisenzeit

9700 Cargo-Flüge mit einer Gesamttonnage von zirka 240.000 Tonnen wurden seit Beginn der Krise am Flughafen Köln/bonn abgefertigt. Die Zahl der wöchentlichen Flugbewegungen lag zeitweise mehr als 15 Prozent über dem Wert des Vorjahres – und zugleich deutlich über den Werten anderer deutscher Luftfrachtflughäfen. 26 Airlines führten diese Flüge durch, darunter einige, die den Airport sonst nicht anfliegen. So nahmen zeitweise etwa Cargolux oder Emirates Köln/Bonn in ihre Flugpläne auf. Einen großen Teil der Ladung machten in dieser Zeit medizinische Güter, persönliche Schutzausrüstungen (Masken, Handschuhe etc.) sowie frische Lebensmittel (Obst, Gemüse, Fisch) aus. «Unser Flughafen hat in den vergangenen Wochen seine große Bedeutsamkeit als unverzichtbare Drehscheibe in Europa sowie als unmittelbarer Versorger der Region herausgestellt», sagt Airportchef Johan Vanneste.

Doch der Passagierbetrieb kam ab Mitte März fast vollständig zum Erliegen. In den Monaten April und Mai, die von der Corona-Krise voll betroffen waren, reisten gerade einmal 11.000 Passagiere über Köln/Bonn. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 2,1 Millionen. Der brummende Frachtbetrieb alleine und der leicht optimistische Ausblick auf den Sommer reichren nicht aus, um den Flughafen durch die Corona-Krise zu bringen, teilt das Unternehmen mit. Verschiedene Maßnahmen seien und sind nötig, um die negativen wirtschaftlichen Effekte der Krise zumindest abzufedern: So führte der Flughafen Anfang April die Kurzarbeit für einen Großteil der Belegschaft ein. Zudem wurden unter anderem ein Einstellungs- sowie ein Ausgabestopp verhängt. Durch die Maßnahmen will der Flughafen rund 50 Millionen Euro einsparen. Am Ende des Jahres rechnet er mit Corona-bedingten Umsatzverlusten in Höhe von über 100 Millionen Euro.