Lufthansa lässt Ufos Gewerkschaftsstatus überprüfen

Lufthansa hat beim Hessischen Landesarbeitsgericht am Freitag (16. August) beantragt, den Gewerkschaftsstatus der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation Ufo rechtsverbindlich feststellen zu lassen. «Seit Monaten hat die Gewerkschaft keinen vertretungsberechtigten Vorstand eingesetzt und ist damit nicht in der Lage, ihre Rolle als Tarifpartner auszufüllen», kritisiert die Airline in einer Mitteilung.

Ein verlässlicher Tarifpartner sei jedoch eine notwendige Voraussetzung, unter anderem für die Verhandlung und den Abschluss rechtsverbindlicher Verträge über die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen von mehr als 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern. «Zudem können Arbeitgeber und Gewerkschaft nur auf der Grundlage einer verlässlichen Tarifpartnerschaft dringende Entscheidungen über die Verwendung von Beträgen in Millionenhöhe, zum Beispiel für einen Mitarbeiterfonds der Lufthansa Kabine, treffen», so Lufthansa weiter. «Auch hierfür ist eindeutige Rechtssicherheit unerlässlich.»

Lufthansa habe Ufo über Monate aufgefordert, sich gemäß der eigenen Satzung neu aufzustellen, schreibt die Fluggesellschaft. Diese Aufforderungen seien von der Gewerkschaft ignoriert worden. Stattdessen sei eine satzungswidrige Vorgehensweise beispielsweise zur Nachnominierung von Vorstandsmitgliedern gewählt worden.

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