Hello stellt Flugbetrieb ein

Auslöser der finanziellen Krise und des überraschenden Groundings sind gemäß Hello die Zahlungsunfähigkeit zweier französischer Großkunden, die steigenden Kerosinkosten, der Verlust eines Vertrages mit Tui Deutschland wegen des starken Frankens und auch «der immer härter werdende Konkurrenzdruck im Tourismusgeschäft». Offenbar ebenso schwer wiegen jedoch Verfehlungen des ehemaligen Finanzchefs, der im September entlassen worden war. Die Zahlen, die der Mann dem Management geliefert habe, hätten sich nachträglich als falsch herausgestellt. «Geschäftsleitung und Verwaltungsrat waren deshalb immer überzeugt, es sei genügend Liquidität vorhanden. Dies war aber nicht der Fall», so Hello in der Mitteilung. Noch immer hofft die Airline auf ein Wunder. Die Betriebseinstellung sei «vorübergehend», schreibt sie. Der Konkursrichter gab ihr noch Zeit bis Ende November, um an Geld zu kommen. Man befinde sich in Gesprächen mit verschiedenen Interessenten, so Geschäftsführer Robert Somers im Interview mit aeroTELEGRAPH.
Hart für Moritz Suter
Für Hello-Gründer Moritz Suter muss es ein bitteres Déjà-vu sein. Der ehemalige Crossair-Chef und zwischenzeitliche Swissair-Chef erlebte den Niedergang der Schweizer Nationalairline Ende 2001 hautnah. 2003 gründete er dann wieder eine eigene Schweizer Airline, den Betrieb nahm Hello 2004 auf. Ursprünglich sollte sie Linienflüge anbieten. Doch seit 2005 verkehrt sie nur noch als Charterflieger. Von ihrer Basis in Basel aus sowie von Genf und Zürich fliegt Hello mit ihren vier Airbus A320-200 hauptsächlich Ziele in der Mittelmeerregion an.
Lesen Sie hier das Interview mit Hello-Geschäftsführer Robert Somers.
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