Boeing kauft die eigenen Jets

Laura Frommberg
Triebwerke einer B747-8: Nicht sparsam genug.
Triebwerke einer B747-8: Nicht sparsam genug.
Boeing

Für die B747 sieht es nicht gut aus. Dieses Jahr war der Hersteller selbst der größte Käufer des Typs. Er verknüpft damit auch Hoffnungen. 

Die Strategie ist eigentlich nicht ungewöhnlich. Autohändler etwa nutzen Tauschgeschäfte schon länger, um neue Modelle an den Mann zu bringen. Wenn man sein altes Gefährt an den Händler zurückgibt, erhält man einen großen Rabatt beim neuen – und bleibt treuer Kunde. Boeing dachte sich offenbar dasselbe und kauft nun seine alten Jumbo-Jets auf, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Der US-Flugzeugbauer mauserte sich auf diese Weise zum größten Käufer der Boeing B747. 

Von 19 älteren 747, die den Besitzer wechselten, kaufte der Flugzeugbauer sieben. das zeigen Nachforschungen der Datenbank Ascend. Alle Verkäufer seien zudem Kunden der neuen Boeing-Version B747-8. Die hat einen kleinen Verkaufs-Anschub dringend nötig. In Zeiten, in denen Treibstoff immer teurer wird, ist die Nachfrage für Riesen-Jets nämlich ziemlich gering.

Zweistrahler beliebter

Sparsame Airlines ziehen Zweistrahler wie die Boeing B777, den Dreamliner oder den Airbus A350 in ihren Bestellungen den Fliegern mit vier Triebwerken vor. Auch Airbus' A380 verzeichnet weniger Bestellungen als man gedacht hatte. Vom Gewinn ist das Programm noch weit entfernt. Boeing schraubte zuletzt die monatliche Produktion der neuen B747-8 von 2 auf 1,75 herunter, weil es nicht genug Kunden für den Flieger gab.

 

 


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