Despoten-Airbus im Sonderverkauf

«Die tunesische Regierung hat uns autorisiert ihn im Januar zu verkaufen», bestätigte Tunis-Air-Sprecherin Soulefa Mokaddem gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Ben Ali soll seinerzeit die Maschine selber inspiziert und auf einem Testflug geprüft haben, bevor er sie ein Jahr vor seinem Sturz mit Geld aus der Staatskasse kaufte. So gehen die Gerüchte in Tunesien. Im Inneren besitzt der A340 einen Salon, diverse Zimmer und Businessklasse-Sitze. Es sei ein Flugzeug «für einen Staatschef ohne besondere Extreme», so die Tunis-Air-Sprecherin weiter.
Einmal verwendet
Die tunesische Regierung hofft nun auf einen attraktiven Verkaufserlös. Rund 200 bis 300 Millionen Euro soll der Staat für den Jet insgesamt ausgegeben haben. Doch davon wird man nun nur einen Bruchteil lösen. Denn vierstrahlige Langstreckenflieger dieser Größenordnung sind nicht gerade gesucht. Sie verbrauchen zu viel Sprit. Das Flugzeug mit der Immatrikulation TS-KRT ist zudem sehr neu. Es wurde 2008 gebaut. Seither wurde es kaum mehr gebraucht. Der neue Staatschef Moncef Marzouki habe den Flieger einmal verwendet, so die Sprecherin.
Nachtrag vom 18. Februar 2012:
Gemäß Regierungsangaben wurde der Jet für 216 Millionen Dollar verkauft.
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