Flugzeug von Nextjet: Fliegt zurzeit nur mit einer befristeten Erlaubnis.

RegionalairlineSchwedische Nextjet in finanziellen Turbulenzen

Die schwedische Transportbehörde hat Nextjet die Betriebserlaubnis entzogen. Bis November muss die Regionalairline ihre Finanzen in Ordnung bringen.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Der August lief alles andere als gut für Nextjet: Zuerst äußerte ein Wirtschaftsprüfer laut dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender SVT Zweifel daran, dass sie finanziell in der Lage sei, ihr Geschäft fortzuführen. Einen Tag später legte SVT nach und berichtete über Schulden, welche die schwedische Regionalfluggesellschaft bei Kommunen habe. Am 18. August entzog die nationale Transportbehörde der Fluglinie dann die Betriebserlaubnis.

Als Grund nannte die Behörde die finanzielle Situation von Nextjet. Die Fluggesellschaft erfülle in diesem Punkt die Anforderungen der EU-Gesetze nicht. Allerdings gewährte die Transportbehörde der Airline einen dreimonatigen Aufschub, um die Probleme zu lösen. Sie erhielt eine bis zum 17. November befristete Betriebserlaubnis, mit der sie das Geschäft fortführen kann.

Nextjet gibt nicht auf

Nextjet kündigte danach in einer Mitteilung an, sich kurz- und langfristig finanziell zu stärken. So soll die Ausgabe neuer Aktien 42,5 Millionen Schwedische Kronen (knapp 4,5 Millionen Euro) einbringen. Zu weiteren Schritten gehöre auch der Verkauf von zwei älteren Flugzeugen. Insgesamt will die Fluggesellschaft ihre Mittel um rund 70 Millionen Kronen (knapp 7,4 Millionen Euro) aufstocken. «Das heißt, dass Nextjet auch nach dem 17. November wie gewohnt fliegen wird», schrieb das Unternehmen.

Darüber entscheidet aber natürlich nicht die Airline, sondern die Behörde. Besonders aufmerksam dürften drei Orte im hohen Norden verfolgen, wie das Ganze ausgeht. Denn als Nextjet die Verbindung zwischen Tromsø in Norwegen, Luleå in Schweden und Oulu in Finnland im Jahr 2015 startete, bezuschussten sie das Projekt laut dem norwegischen Nachrichtenportal Barents Observer mit je umgerechnet 2,7 Millionen Euro.

Positiver Trend?

Die Nextjet-Maschinen auf der Strecke sind laut dem Bericht dennoch oft schlecht gefüllt. Mit Blick auf das gesamte Geschäft erklärte die Fluggesellschaft dagegen nun, der Passagiertrend sei sowohl in den vergangenen sechs Monaten als auch im Ausblick positiv.

Mehr zum Thema

Autotest in Arjeplog: Ein Riesengeschäft.

Airline aus dem Mekka der Autotester ist pleite

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack