Heckflosse von TAP: Unbezahlte Ausstände.

TAP droht Pfändung eines Airbus

Die brasilianische Justiz will einen A330-200 konfiszieren. Es geht dabei um einen Arbeitskonflikt zwischen Mitarbeitern und Portugals Botschaft in Brasília.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Vielleicht wäre die Regierung in Lissabon jetzt froh, sie hätte die Privatisierung von TAP nicht in letzter Sekunde abgeblasen. Denn genau weil die portugiesische Fluggesellschaft dem Staat gehört, gab Richter Luiz Fausto Marinho de Medeiros vom Regionalgericht des brasilianischen Bundesdistriktes und des Bundesstaates Tocantins am 19. Dezember einen Pfändungsbefehl heraus. Wegen unbezahlter Schulden des Staates Portugal soll am Flughafen von Brasília ein Airbus A330-200 festgehalten werden, der sechs Mal wöchentlich die Strecke von der portugiesischen in die brasilianische Hauptstadt bedient. Das Urteil soll bereits nächste Woche vollstreckt werden.

Hinter der richterlichen Verfügung stehen Klagen von rund 110 Angestellten der portugiesischen Botschaft in Brasília. Die Frauen und Männer wurden für ihre Arbeit in Dollar bezahlt. Doch da der brasilianische Real in der Folge immer stärker wurde, verdienten sie immer weniger. Die Mitarbeiter gingen darum 2010 vor Gericht. Insgesamt geht es um Ausstände von rund fünf Millionen Real (rund 3,8 Millionen Euro). In einem ersten Prozess bekam eine Klägerin letztes Jahr Recht. Arbeitsverträge in ausländischen Währungen seien illegal, befand der Richter.

Das Naheliegendste

Das Gericht sah sich aber mit dem Problem konfrontiert, dass die Anlagen der Botschaft alle der diplomatischen Immunität unterliegen. Auf sie konnte man daher nicht zugreifen. Daher musste die Justiz einen andern Weg finden, um die Bezahlung sicherzustellen. Das Flugzeug war da das naheliegendste Gut, das dem portugiesischen Staat gehört, und auf das sie zugreifen kann.

Der Beschluss soll nun am 7. Januar ausgeführt werden. Allerdings hat Portugal ab dann fünf Tage Zeit, den ausstehenden Betrag zu bezahlen, bevor der Flieger wirklich konfisziert wird. Sollte das nicht erfolgen, wird der Airbus eingezogen und versteigert. Eines ist dabei schon jetzt sicher: Die Telefonlinien zwischen Brasília und Lissabon laufen derzeit heiß.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Buchungen aus Westeuropa im Minus für den Sommer.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies