A320 von Air Australia: Vorerst am Boden.

Air Australia: Wer profitiert?

Letzte Woche beantragte die Fluggesellschaft Gläubigerschutz. Daraus könnten einige Konkurrenten Kapital schlagen.

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Am 17. Februar ging Air Australia das Geld aus. Der Billigflieger konnte die Kosten für den Flugbetrieb nicht mehr stemmen und beantragte Gläubigerschutz. Etwa 4000 Passagiere saßen in der Folge in Hawaii, Thailand, Indonesien und Australien fest. Einige von ihnen, wie auch Crew-Mitglieder sind immer noch gestrandet. Informationen aus der Führungsetage erhalten sie nicht. Wann und ob die Flugzeuge der Airline überhaupt je wieder abheben, ist nicht klar. Rund 100'000 Tickets wurden für die kommenden Monate aber bereits verkauft, wie das Internetportal Travel Agent Central berichtet. Die Konkurrenz sprang nach der Nachricht über das Grounding lachend in die Bresche: Qantas und die Billigtochter Jetstar haben nicht gezögert und sofort Spezialangebote für die sitzen gelassenen Passagiere erarbeitet.

Wie Qantas auf der Internetseite bekanntgab, gelten diese auf den Air-Australia-Strecken, die Qantas anbietet. Aber auch für andere Routen habe man Alternativen erarbeitet. Auch Hawaiian Airlines bietet Reisenden eine spezielle «Rescue Fare» an, ein Rettungsangebot. Laut einem Kommentar in der Finanzzeitung Australian Financial Review kommt das Grounding für Qantas zum richtigen Zeitpunkt. Klammheimlich würde Unternehmenschef Alan Joyce sich ziemlich darüber freuen, heißt es. Quellen in der Branche gehen davon aus, dass Qantas schon bald sein Streckennetz erweitern will.

Freude bei Qantas?

Aber auch die Konkurrenz aus Asien dürfte von mehr Passagieren profitieren, heißt es. Zwar haben China Southern Airlines, China Eastern Airlines und Cathay Pacific sich noch nicht geäußert, wie sie vorgehen wollen. Doch sie bedienen zu einem großen Teil die gleichen Strecken wie die Pleite-Airline aus Brisbane und dürften nun in Erwägung ziehen, diese Angebote auszuweiten. Air Australia flog mit acht Airbus-Maschinen (A320 und 3A30) Ziele im Inland, sowie Denpasar in Indonesien, Honolulu in Hawaii und Phuket in Thailand an.

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