A319 von Spirit Airlines: Horrende Gepäckgebühren.

Die meistgehasste Airline der USA

Nach ungeschickten Aussagen über einen kranken Passagier sieht sich Spirit Airlines der tobenden Internetgemeinde gegenüber.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Shitstorm nennt sich das, was Spirit Airlines gerade erlebt - eine Welle der öffentlichen Entrüstung im Netz. Eigentlich ist es eher ein Tsunami. Ausgelöst hat ihn Jerry Meekins. Der Vietnamkrieg-Veteran aus Florida wollte seine Tochter in New Jersey wieder einmal besuchen. Er kaufte sich deshalb ein Ticket bei Spirit Airlines für 197 Dollar. Zwei Wochen später erfuhr er von seinem Arzt eine erschütternde Diagnose. Sein Krebs sei inzwischen so weit fortgeschritten, dass er bald sterben werde. Und er dürfe in dieser Situation nicht mehr fliegen. Meekins wendete sich an den Kundendienst von Spirit Airlines und blitzte ab. Keine Rückzahlung, so wollen es die Regeln. Der ehemalige Soldat schlug vor, das Arztzeugnis vorzulegen, doch er biss auf Granit. Die Antowort: Man könne keine Ausnahme machen, sonst würden ganz viele Kunden mit Spezialfällen dies auch versuchen, wie das Nachrichtenportal Tampa Bay Online berichtete.

Wirklich schlimm machte die Situation aber Spirit-Airlines-Chef Ben Baldanza. «Es tut uns leid für Herrn Meekins», sagte er in einem Interview. «Aber das ist ein Land, eine Gesellschaft in der wir nach den Regeln spielen. Er wollte das nicht. Das ist nicht fair gegenüber den 10 Millionen anderen Spirit-Kunden», sagte er gegenüber dem TV-Sender Fox News. Der Aufschrei in der Öffentlichkeit war riesig. Auf Facebook wurde eine Gruppe «Boycott Spirit Airlines» gegründet. Inzwischen hat sie bereits 41'000 Mitglieder. Seither lassen unzufriedene Kunden ihre Wut auf der Seite aus, Hunderte klicken «Gefällt mir». Gemäß dem Social-Media-Analysedienst Amplicate sind auf Facebook, Twitter & Co. inzwischen 91 Prozent der Nutzerkommentare negativ - keine andere Airline kommt auf so hohe Werte.

Zu spät für die gute Geste

Inzwischen rief Firmenchef Baldanza zwar Veteran Meekins an und zahlte ihm persönlich die 197 Dollar zurück. Er spendete außerdem 5000 Dollar an eine Veteranenvereinigung. Doch den Sturm der Entrüstung kann Spirit nicht mehr stoppen. Vor allem weil die Airline kürzlich neue Gebühren für Handgepäck einführte, die bis zu 200 Dollar für einen Retourflug betragen können. Da Spirit bereits ein mieses Image hatte, wurde diese Nachricht dem Unternehmen nun noch schlechter ausgelegt. Einem sterbenden Mann 197 Dollar vorenthalten und gleichzeitig 100 Dollar pro Strecke für eine Tasche verlangen - das erscheint dann doch vielen Amerikanern als unverschämt.

Mehr zum Thema

Anflug: Heute landen wir auf einem Inselflughafen.

Wie gut kennen Sie sich mit Inselflughäfen aus?

Flughafen México City: er soll streichen.

Mexikos Regierung zwingt größten Flughafen, weniger Flüge anzunehmen

Chicago O'Hare, USA: Einer von zwei Flughäfen der Vereinigten Staaten, die alle bewohnten Kontinente bedienen.

Ab diesen sechs Flughäfen kommt man auf jeden bewohnten Kontinent

«Unter dem Rundbau entfaltet sich rund um das weitläufige Central Green ein lebendiges neues Viertel. Mit Pflanzen, Bäumen und bequemen Straßenmöbeln ist dies ein flexibler. Das Grün zieht sich durch die drei Zweige des Terminals und umrahmt Boulevards mit Restaurants, Geschäften und Einzelhandelsgeschäften, die zusammen an eine lebendige Straße in einem Chicagoer Viertel erinnern», so das Archtiekturbüro Studio Gang.

Chicago bekommt spektakuläres neues Terminal

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies