Flugbegleiterinnen von Singapore Airlines: Offenbar nicht immer so glücklich.

Singapore AirlinesStrafen für kranke Mitarbeiter?

Kabinen-Mitarbeiter von Singapore Airlines erheben schwere Vorwürfe gegen ihren Arbeitgeber. Angeblich wird ihre Leistung schlechter bewertet, wenn sie sich krank melden. Die Fluglinie widerspricht.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Ein Trauerfall brachte die Dinge ins Rollen: Eine Flugbegleiterin von Singapore Airlines wurde am 31. Januar nur wenige Stunden vor Schichtbeginn tot in ihrem Hotelzimmer aufgefunden. Schon in den Tagen davor soll es ihr nicht gut gegangen sein, berichten lokale Medien unter Berufung auf Kollegen der Flugbegleiterin.

Das brachte viele ihrer Kollegen zum Nachdenken. Wie die Zeitung Straits Times berichtet, haben sich mehrere Mitarbeiter des Kabinenpersonals beim Arbeitsministerium über die Fluggesellschaft beklagt. Sie werfen ihr vor, dass man sie dafür bestrafe, wenn sie Krankentage beziehen.

Punkte gehen in Leistungsbewertung mit ein

Offenbar gibt es bei Singapore Airlines ein Punktesystem. Am Anfang des Jahres erhalten sie zehn «Incentive Points». Bei Einreichung eines Krankenscheins wegen Erkältung oder Husten werden Punkte abgezogen. Reichen Mitarbeitende mehr als zwölf Krankenscheine ein, verlieren sie alle Incentive Points. Das ist für die Mitarbeiter ärgerlich, weil die Punkte in die Berechnung der Boni mit einbezogen werden.

Immerhin sollen die Punkte laut der Straits Times weniger als fünf Prozent der Bewertung der Mitarbeiter beeinflussen. Doch die Crews beschweren sich, dass es überhaupt ein Faktor ist. Die Fluglinie wies die Vorwürfe gegenüber der Zeitung zurück. Mitarbeiter mit einem Krankenschein sollten zu Hause bleiben und sich ausruhen. Es sei sogar ein Regelverstoß, wenn man trotzdem arbeiten komme.

Ministerium will Antworten

«Wie bei allen Firmen ist Anwesenheit und Produktivität der Arbeitnehmer bei uns ein wichtiger Faktor, wenn es um die Bewertung der Leistung geht», so ein Sprecher. Doch er weist auch nachdrücklich darauf hin, dass die Leistung noch anhand vieler verschiedener anderer Faktoren bewertet werde. Dem Arbeitsministerium von Singapur reicht das offenbar nicht. Offenbar ist es mit der Airline in Kontakt getreten und untersucht nun, wie das Unternehmen mit Krankmeldungen umgeht.

Mehr zum Thema

ticker-haft-verhaftung-polizei

20 Monate Gefängnis für Passagier, der in Business Class Passagiere bestehlen wollte

ticker-singapore-airlines

Singapore Airlines nimmt letzte Boeing 737-800 außer Betrieb

Singapur Dollar: Wer im Stadtstaat abfliegt, muss künftig zahlen.

Singapur besteuert Flugtickets – für mehr Nachhaltigkeit

ticker-lufthansa

Lufthansa Group und Singapore Airlines nehmen Brussels Airlines in Joint Venture auf - weitere Töchter sollen folgen

Video

united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack
antonov leipzig 14
Aufgrund des russischen Angriffskriegs musste die ukrainische Frachtfluggesellschaft ihre Basis nach Deutschland verlegen. aeroTELEGRAPH hat Antonov Airlines und ihre An-124 am Flughafen Leipzig/Halle besucht.
Timo Nowack
Timo Nowack
Erster Being 737-800 Kombifrachter: Air Inuit hat das Flugzeug am 13. Januar in den Liniendienst aufgenommen.
Fast fünfzig Jahre prägten röhrende 737-200 C den Alltag im Norden Québecs. Jetzt hebt erstmals eine Boeing 737-800 Kombi für Air Inuit ab – mit 90 Sitzen, Palettenfracht und als Weltpremiere.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies