Topbonus-Karte: Air Berlin passt Konditionen an.

MeilenkönigWas wird aus Air-Berlin-Meilen?

Seit dem 19. August können Kunden des Air-Berlin-Vielfliegerprogramms Topbonus weder Meilen sammeln noch einlösen. Wie geht es nun weiter?

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Fast eine Woche ist es her, dass Air Berlin Insolvenz angemeldet hat. Der Flugbetrieb wird seither mit einem 150-Millionen-Euro-Kredit des Bundes weitergeführt. Doch seit dem 19. August ist das Meilensammeln und Meileneinlösen ausgesetzt.

Hierzu muss man wissen, dass das Vielfliegerprogramm Topbonus ein eigenes, in Großbritannien registriertes Unternehmen ist, das zu 70 Prozent Etihad und zu 30 Prozent Air Berlin gehört. Es ist nicht insolvent. Dennoch ist jetzt für alle die große Frage: Was passiert mit den Meilen?

Drei Szenarien

Nachdem ich Ende letzter Woche eigentlich noch recht optimistisch war, dass diese für Flüge zumindest in dem Zeitraum, in dem Air Berlin noch fliegt, freigegeben werden, mehren sich jetzt Stimmen, dass Etihad kein Interesse habe, Topbonus weiterzuführen, was unterschiedlichste Konsequenzen haben kann.

Szenario 1: Das Topbonus-Programm wird geschlossen. Laut AGB müsste dann aber eine Meileneinlösung noch 18 Monate möglich sein. Allerdings ist Air Berlin insolvent und damit könnte das ganze Kartenhaus rund um Einlösungen bei der Airline selber und bei den Oneworld-Partnern zusammenfallen. Es blieben dann noch die Etihad-Partner inklusive Etihad selber. Doch wenn Etihad kein Interesse haben sollte, Kunden dort eine Einlösung anzubieten, gibt es sicherlich auch rechtliche Tricks, um diese Möglichkeit zu umgehen. Allerdings würde Etihad damit für Jahre lang sämtlichen Kredit bei den betroffenen Vielfliegern verspielen, so dass ich diesen Schritt für weniger wahrscheinlich halte.

Szenario 2: Überführung in Etihad Guest. Denkbar wäre auch, dass die Air-Berlin-Meilen in Etihad-Guest-Meilen überführt werden, eventuell zu einem Umrechnungskurs. Da Etihads Meilen sowieso deutlich weniger wert sind und zudem ein Umrechnungskurs das Ganze noch unattraktiver machen könnte, wäre der Schritt – um nach außen hin Goodwill zu zeigen – durchaus sinnvoll. Die Annahme dahinter könnte auch sein: Da die wenigsten sich mit Etihad Guest auskennen, werden die meisten ihre Meilen sowieso verfallen lassen. Ein Großteil wird auch nicht genug Meilen haben, um sie für einen hochwertigen Flug in der Business Class einzusetzen und bei Economy-Class-Flügen ist es für eine Airline immer positiv, wenn die Meilen eingesetzt werden, denn der Kunde zahlt hohe Steuern und Gebühren, die meist einen Großteil des regulären Flugpreises ausmachen. So gesehen hätte Etihad am Ende kaum wirkliche Verpflichtungen und hätte das Gesicht gewahrt, denn den Kunden wurde ein Transfer in das Programm einer Fünfsterne-Airline angeboten.

Szenario 3: Das Zeitfenster. Da Air-Berlin-Flüge aktuell nicht mehr gut gebucht sind und damit die 150 Millionen Euro Kredit vielleicht noch zwei Monate reichen werden, könnte ich mir vorstellen, dass Topbonus die Meilen in wenigen Tagen noch einmal freigibt für Air-Berlin-Flugbuchungen in den nächsten zwei Monaten. Das werden dann vor allem Europaflüge sein, aber natürlich auch einige in Richtung USA und in die Karibik. Gleichzeitig wird es vermutlich auch möglich sein, bei Etihad seine Meilen einzulösen, bevor sie dann anschließend in einen neuen Etihad Guest Account übertragen werden könnten.

Das sind natürlich alles Spekulationen. In ein paar Tagen wissen wir alle hoffentlich mehr.

Alexander Koenig ist freier Kolumnist von aeroTELEGRAPH. Er ist Gründer der Vielfliegerberatung First Class & More. Seit vielen Jahren berät er seine Kunden insbesondere zum Thema optimale Ausnutzung von Meilenprogrammen, um damit den gewünschten Vielfliegerstatus und Freiflüge in Business und First Class zu erhalten. Im First Class & More Blog und auf der zugehörigen Facebook-Seite werden exklusive Flug-, Hotel- und Meilen-Deals präsentiert. Die Meinung der freien Kolumnisten muss nicht mit der der Redaktion übereinstimmen.

Mehr zum Thema

INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.

Wenn Airlines auf Popstars setzen

Flughafen Mönchengladbach: Wirkt ruhig - ist aber ganz schön geschäftig.

Einst Grasfeld, dann Air Berlins Düsseldorf-Alternative und heute Innovationslabor

Flugzeug von Condor in Wien: Hier brummt das Geschäft.

Condor nennt ihre erfolgreichsten Städte-Strecken - und Unterschiede zu Air Berlin

Ein Eurowings-Flugzeug über der Altstadt von Jeddah: Die Airline fliegt im Winter ab Stuttgart neu in die saudische Hafenstadt.

Eurowings wird zum Arabien-Shuttle

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack