Superjet macht Sukhoi Probleme

Oder doch nicht? Für Branchenkenner ist das ganze ein bisschen arg optimistisch. Der tödliche Absturz eines Superjets bei einem Demonstrationsflug im Mai in Indonesien habe dem Unternehmen mehr geschadet als es zugebe, heißt es. Außerdem würden die Superjets zu einem Preis verkauft, der nicht kostendeckend sei, kritisiert Roman Gusarow, Chef des russischen Fachportals Avia in einem Artikel des Nachrichtenportals BFM. Zum einen hätten die Kunden ein Vertrauensproblem. Aber auch Wartung und Service bei Sukhoi wären alles andere als erstklassig. Wettbewerber wie Embraer aus Brasilien würden davon profitieren und mit besseren Angeboten mehr Bestellungen einheimsen. Laut verschiedenen Medienberichten in Russland müsste Sukhoi mindestens 300 Bestellungen im Jahr einholen, um aus den roten Zahlen zu kommen.
Vertrauens- und Serviceproblem
Auch die Kunden sind nicht alle zufrieden mit der Maschine. Die Leistung des neu entwickelten Flugzeuges sei schwächer als versprochen, hieß es etwa von Aeroflot. Technische Probleme führten immer wieder zu Ausfällen und so sei die Betriebszeit bedeutend geringer als erwartet, sagte Vize-Chefingenieur Konstantin Mochna bereits im März. 25 Superjets bestellte Aeroflot, zehn sind bereits in der Flotte der Airline. Der letzte nahm im September seinen Dienst im Linienverkehr auf. Auch mit Erstkundin Armavia gab es einiges Gerangel, weil die Airline die Betriebskosten des Jets für viel zu hoch hielt.
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