Airbus A340-600 von South African Airways: Auch die Flotte wird überprüft.

SAA baut im Ausland massiv ab

South African Airways muss erneut sparen. Dabei steht auch das Streckennetz im Ausland zur Disposition. Viele Routen werden das nicht überleben.

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In der Luft bleibt die Nationalairline von Südafrika derzeit nur noch dank einer Staatsgarantie von fünf Milliarden Rand (rund 380 Millionen Euro/470 Millionen Franken). Dank dieser wird sie von den Lieferanten überhaupt noch beliefert. Denn die Lage bei South African Airways ist dramatisch. Jede Minute häuft die Fluggesellschaft ein noch größeres Defizit an. Letztes Jahr schloss SAA mit einem Verlust von 1,25 Milliarden Rand ab. Schon mehrmals musste der Staat deshalb notfallmäßig Geld einschießen.

Doch nun soll das endlich ein Ende haben. Anfang September präsentierte Malusi Gigaba, Minister für Staatsunternehmen, einen neuen Zwölfjahresplan für SAA. Mit ihm soll die Airline finanziell wieder gesunden. Ein Kern ist die Zusammenführung der drei Staatsairlines SAA, SA Express und Mango unter ein Holdingdach. Dadurch können Kosten gespart werden. Auf der anderen Seite ist eine Rekapitalisierung geplant, um die Schräglage bei den Finanzen zu beseitigen.

Flüge ins Ausland bringen SAA Verluste

Auch die Flotte wird überprüft. Die härtesten Schnitte aber wird es im Streckennetz geben. Der Fokus von South African Airways soll künftig auf das Inland und Afrika liegen, so Minister Gigaba gemäß der südafrikanischen Zeitung Times. Das werde einen direkten Effekt auf die Finanzen haben. Denn die meisten Auslandsrouten würden Verluste generieren. Alle, die für das Land nicht essenziell seien, würden gestrichen.

Daneben plant die Regierung auch Schritte auf der Einnahmenseite. So schreibt sie Staatsangestellten neu vor, dass sie mit einer der drei Staatsairlines fliegen müssen. Alle Maßnahmen würden «schnell und eisern» umgesetzt, so Gigaba. «Der Misserfolg ist keine Option.»

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