Uruguays Pluna am Ende

Der Staat besaß 25 Prozent der Pluna-Aktien und war nicht bereit, auch noch den Rest zu übernehmen. Diese hatte der ehemalige Aktionär Leadgate vor einiger Zeit verkauft. Seither fand das Management keine neuen Geldgeber, die interessiert waren, die Aktien zu übernehmen und zusätzliches Geld einzuschießen. Im Rennen war am Ende nur noch eine Tochter von Air Canada. Doch auch sie sagte ab. Kein Wunder: zwischen 2007 und 2011 verlor das Unternehmen 100 Millionen Dollar. Es war daher überschuldet. So drohte etwa die staatliche Ölgesellschaft Ancap bereits mehrere Male, Pluna nicht mehr zu beliefern.
Regierung will keine Pluna 2.0
Dass Pluna je wieder fliegen wird, ist zweifelhaft. Die uruguayische Zeitung El Pais will aus offiziellen Kreisen erfahren haben, dass eine Liquidation des Unternehmens der wahrscheinlichste Weg sei. Auch Transportminister Pintado macht dem Management und den Angestellten wenig Hoffnung. Ein Neustart der Fluglinie sei «ein Entscheid des Vorstandes», meinte er. Die Priorität der Regierung sei es, die «Anbindung des Landes wiederherzustellen». Die Airline flog mit ihren 13 Bombardier CRJ900 ab Montevideo Inlandflüge und im Ausland bediente sie Argentinien, Brasilien und Chile.
Am Montag soll bereits das Kabinett tagen. Die uruguayische Regierung unter Präsident José Mujica will offenbar Wege finden, um eine neue nationale Fluglinie ins Leben zu rufen, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet. Der Staat soll daran beteiligt sein, aber auch private Aktionäre sollen sich engagieren.
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