Economy Class: Economy Flex ist ein Ladenhüter.

Lufthansa, Austrian und SwissFür Flexibilität in der Economy zahlt kaum jemand

Vor zwei Jahren führte die Lufthansa-Gruppe ein neues Tarifkonzept in Europa ein. Der teuerste Economy-Tarif wird aber sehr selten gebucht. Darum wird er nun überarbeitet.

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«Der flexible Tarif, weil sich Reisepläne ändern». So preist Lufthansa ihren teuersten Economy-Tarif auf Europastrecken. Economy Flex bietet Passagieren der deutschen Fluggesellschaft und ihrer Töchter Austrian Airlines und Swiss 50 Prozent mehr Meilen, volle Umbuchungsflexibilität, einen Sitz direkt hinter der Business Class sowie in Deutschland eine schnellere Sicherheitskontrolle sowie ein früheres Einsteigen. Für den Extrakomfort zahlen Reisende zwischen 60 und 80 Euro mehr als beim billigsten Tarif Economy Light.

So sehr sich die Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe aber auch bemühen, die Vorteile hervorzuheben – das Angebot verkauft sich schlecht. «Der Flex-Tarif spricht vor allem die Kunden an, die volle Flexibilität benötigen. Daher hat er generell eine niedrigere Nutzungsrate», erklärt eine Lufthansa-Sprecherin. Konkreter will sie aus Konkurrenzgründen nicht werden. Im Konzern ist jedoch von einer tiefen einstelligen Prozentzahl zu hören, die bei den Economy-Buchungen auf Flex entfällt, wenn man die Umsteigepassagiere ausklammert.

Noch höhere Flexibilität

Das will man in Frankfurt ändern. «Wir arbeiten als Lufthansa Group daran, auch dieses Produkt für weitere Kundengruppen attraktiv zu gestalten», so die Sprecherin. So wolle man beispielsweise die Flexibilität der Passagiere weiter erhöhen sowie ihnen die Möglichkeit bieten, auch mal einen früheren Flug zu nehmen, falls ihr Termin früher zu Ende ist. Im Jargon nennt man das Go-Show.

Lufthansa versucht wie alle Fluggesellschaften weltweit, mit Extras mehr Geld einzunehmen. Die Economy-Flex-Tickets sind nichts anderes als der Versuch, Zusatzeinnahmen zu generieren. Jeder zusätzlich eingenommene Euro hilft, die Rentabilität zu verbessern. Insofern tut die Fluglinie nichts anderes als etwa der Kellner, der Gästen nach dem Essen zuerst einen Kaffee und dann noch eine Kugel Eis verkauft.

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