Flieger von LAN: Nicht mehr nach Argentinien.

LAN hat Ärger mit Argentinien

Die chilenische Fluglinie stellte alle ihre Flüge in und nach Argentinien ein. Hintergrund sind Geldforderungen eines argentinischen Staatsunternehmens.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Im Präsidentenpalast in Santiago de Chile herrscht Alarmstimmung. Er wolle über jede neue Entwicklung umgehend informiert werden, wies Staatschef Sebastián Piñera seinen Stab an. Denn zwischen Chile und Argentinien herrscht seit Freitag (17. Mai) eine kleine bilaterale Krise. Der staatliche argentinische Bodenabfertiger Intercargo stellte jegliche Dienste – etwa den Passagiertransport an den Flughäfen oder die Gepäckabfertigung – für die chilenische Fluggesellschaft LAN ein. Nur wenn die Airline sofort 18 Millionen Dollar nachzahle, arbeite man wieder mit ihr zusammen. Für den radikalen Schritt holte sich Intercargo die Unterstützung eines Richters. Doch das Management von LAN ist nicht bereit, das Geld zu überweisen und hält die Forderung für ungerechtfertigt.

Die chilenische Fluggesellschaft unterzeichnete vergangenen Mai einen Vertrag mit Intercargo, der bis Ende März 2014 läuft. Darin wurde ein Jahrespreis für die Dienste von 32,4 Millionen Dollar festgelegt. Doch im Dezember verlangte Intercargo plötzlich mehr. Statt 32,4 Millionen sollte LAN nun 50,4 Millionen Dollar bezahlen, schreibt die argentinische Zeitung Clarin.

Jugendorganisation gibt den Ton an

Hinter dem Gerichtsurteil sieht LAN reine Willkür. Denn bei Intercargo ist die politische Jugendorganisation La Campora seit kurzem die bestimmende Macht. Sie stellt etwa den Aufsichtsratspräsidenten. Die radikale Organisation gilt als Vehikel von Staatspräsidentin Cristina Fernandez de Kirchner.

LAN will nun mit allen möglichen Mitteln versuchen, die Flüge nach Argentinien wieder aufzunehmen. Man sei offen für Gespräche. Das Land ist für LAN wichtig. Immerhin hat die Airline einen Marktanteil von 30 Prozent.

Ergänzung von 20:30 Uhr:

Am Samstagnachmittag Ortszeit will LAN nach neusten Angaben die Flüge wieder aufnehmen - das Problem der Preise ist aber noch nicht gelöst.

Mehr zum Thema

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in Uruguay?

Airbus A220 von Air Baltic werden für Uruguays neue Airline fliegen

Einsteigen in Istanbul: Offenbar durften viele Russinnen und Russen nicht mit.

Russland warnt Bürger vor Flügen mit Turkish Airlines

Airbus A350 von Iberojet: Bald ab Caracas im Einsatz.

Venezolanische Airline kommt mit Airbus A350 nach Europa

Flughafen México City: er soll streichen.

Mexikos Regierung zwingt größten Flughafen, weniger Flüge anzunehmen

Video

Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies