KLM schickt MD-11 in Rente
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Das Ende der MD-11 bei KLM ist ein spezielles. Denn die Fluggesellschaft ist die letzte Airline überhaupt, welche die MD-11 noch im regulären Passagierdienst einsetzt. Nur im Frachtgeschäft einiger Anbieter fliegt der dreistrahlige Langstreckenjet dann noch weiter.
DC-10-Nachfolger
Die MD-11 ging 1988 als Nachfolgerin für die McDonnell Douglas DC-10 in Produktion. Aerodynamik, Antrieb, die Technik im Cockpit, das Design - alles, so schreibt es der Flugzeugbauer Boeing auf seiner Homepage, sei wesentlich moderner und effizienter als beim Vorgängermodell. Der Gebrauch von mehr Verbundwerkstoffen als zuvor machte den Flieger leichter, Winglets an den Tragflächenenden sparsamer. Die Reichweite des Fliegers beträgt 12'270 Kilometer.
Doch ein wirklicher Vorzeigeflieger war die MD-11 nie. 200 Jets wurden im Werk von Long Beach gebaut, acht von ihnen wurden bei Zwischenfällen zerstört. Die Rate von 2,95 Totalverlusten je einer Million Flüge ist deutlich höher als der Durchschnitt, der bei 1,0 liegt. Der Unfall, der in Europa wohl den meisten in Erinnerung bleibt, ereignete sich 1998 auf einem Flug SR111 der Swissair. Die MD-11 mit der Immatrikulation HB-IWF auf dem Weg von New York nach Genf stürzte bei Halifax in den Atlantik. Alle 229 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben. Ursache für den tragischen Absturz war ein Feuer an Bord, ausgelöst durch die gebrochene Isolierung eines Kabels.
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