Jet von Kingfisher Airlines: Von nun an am Boden.

Kingfisher groundet Flotte

Keine Maschine hebt mehr ab: Die indische Fluggesellschaft streicht bis Donnerstag alle Flüge. Sie tut das auch, um einem Lizenzentzug zu entgehen.

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Inzwischen scheint Kingfisher Airlines wirklich kaum mehr lebensfähig. Die Flieger der indischen Fluggesellschaft bleiben derzeit am Boden, da streikendes Personal den Flugbetrieb unmöglich macht. Laut Eigner Vijay Mallya blieb ihm gar keine andere Wahl. Die streikenden technischen Mitarbeiter hätten sich gegenüber den arbeitswilligen so gewalttätig verhalten, dass es zu gefährlich gewesen wäre, sie arbeiten zu lassen. Bis Donnerstag (4. Oktober) bleiben die Jets deshalb nun am Boden - falls der Airline bis dann nicht ganz der Hahn zugedreht wird. In der Regierung hat man weiterhin Zweifel, ob Kingfisher angesichts der angespannten Situation die Sicherheitsstandards noch wirklich erfüllen kann. «Wenn die Ingenieure nicht arbeiten, kann die Sicherheit nicht unbedingt gewährleistet werden, das macht uns Sorgen» , erklärte Luftfahrtminister Ajit Singh gegenüber der indischen Zeitung Business Today. «Ich werde nicht zögern und Kingfisher schliessen, wenn bei der Sicherheit etwas nicht stimmt.»

Daher hatte die Luftfahrtbehörde DCGA das Management der Airline auch für Dienstag vorgeladen, um ein umfassendes Update über den Zustand der Finanzen zu erhalten. Was genau das Ergebnis dieses Treffens war, verriet Kingfisher-Geschäftsführer Sanjay Aggarwal nicht. Nur so viel: «Wir werden versuchen, die Gehälter in den nächsten vier Wochen zu begleichen.» Doch das ist auch nicht das erste Mal, dass ein solches Versprechen formuliert wird. Auch ob nach Donnerstag der Betrieb wieder starten kann, bleibt unklar. All das hängt auch davon ab, ob die Ingenieure ihre Arbeit wieder aufnehmen. «Ohne Ingenieure, die die Flieger als flugfähig durchgehen lassen, dürfen diese nicht abheben», so Luftfahrtminister Singh. Um das irgendwie doch hinzubekommen, ersuchte Kingfisher nun offenbar auch um die Hilfe der Konkurrenz. Wie verschiedene Medien berichten, bat die Fluglinie den nationalen Anbieter Air India und die privaten Airlines Jet Airways und Indigo, die Checks an den Fliegern durchzuführen.

Galgenfrist bis Donnerstag

Die Zeit bis Donnerstag wirkt in dieser Situation eher wie eine Galgenfrist. Von den einst über 60 Jets hoben auch vor dem Grounding im Verlaufe des Montag nur noch sieben ab. Die restlichen hatte Kingfisher wegen Geldproblemen an Leasingpartner zurückgegeben oder die Regierung hatte sie wegen nicht bezahlter Rechnungen über zum Beispiel Steuern gegroundet. Wenn eine Airline unter fünf Flugzeuge fällt, wird ihr in Indien die Lizenz entzogen.

Besitzer der Fluglinie ist der Milliardär Vijay Mallya. Er könnte mit dem Vermögen, das er in der Getränkeindustrie machte, seine Kingfisher noch retten. Doch ob das wirklich eine so gute Idee wäre, bleibt fraglich. Vom zweitgrößten Anbieter in Indien wurde die Airline zum kleinsten, wenn man den Marktanteil betrachtet. Gewinn herwirtschaftete Kingfisher nie.

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