Pilot: Bereits heute werden sie regelmäßig überprüft.

Germanwings 4U9525Hätten mehr Tests das Unglück verhindert?

Immer mehr Details über die Psyche des Kopiloten von Flug 4U9525 gelangen an die Öffentlichkeit. Und die Frage kommt auf: Hätte das Unglück verhindert werden können? Die Meinungen gehen auseinander.

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Nun ist bestätigt. Der Kopilot der Germanwings-Unglücksfluges hat seinem Arbeitgeber eine Erkrankung verheimlicht. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf berichtet, dass man in der Wohnung des 27-Jährigen zerrissene Krankschreibungen gefunden habe - auch für den Unglückstag. Ob es sich um eine psychische Erkrankung handele, könne man trotz aller Spekulationen noch nicht sagen. Die Leser von aeroTELEGRAPH beschäftigt das Thema. «Gibt es und braucht man regelmässige Psychotests von Piloten?», ist eine oft gestellte Frage.

Dazu folgende Fakten: Ein Pilot wird bereits mindestens vier Mal pro Jahr getestet. Es gibt jährlich zwei Simulator-Checks mit fliegerischen Prüfungen. Dabei wird auch das persönliche Verhalten des Piloten genau beobachtet. Wer diese Prüfungen nicht besteht, darf nicht mehr fliegen. Einmal jährlich wird ein Pilot zudem mehrere Stunden lang medizinisch getestet: Blut, Urin, Gehör, Augen, Beweglichkeit - auch ein Fragebogen wird ausgefüllt und ein persönliches Gespräch mit dem Arzt findet statt. In dem wird die psychische Verfassung besprochen. Auch wer diesen medizinischen Test nicht besteht, darf nicht mehr fliegen

Tests könnten helfen

«Es ist schwer vorstellbar, dass mehr Tests den Kopiloten wirklich hätten auffallen lassen», antwortet der aeroTELEGRAPH-Pilot auf die Fragen der Leser. Was der Germanwings-Kopilot getan hat, sei unglaublich schrecklich. Aber es bleibe eine unglaublich seltene Ausnahme.

Tests könnten, so der Pilot, aber an anderer Stelle helfen: «Wenn Tausende von Piloten auf ihre Psyche getestet werden, müssen es standardisierte Fragen sein. Dies kennen Flugzeugführer bereits von der Ausbildung und den medizinischen Tests. Eine wirklich gefährliche Person wird dort zwar kaum auffallen.» Aber die Negativkonsequenzen des Pilotenlebens würde es aufzeigen: Übermüdung, zu kurze Pausen, mangelnde Unterstützung der Führung, Stress mit den Billigflieger-Passagieren wegen Gepäck, Verspätungen wegen zu dichten Flugplänen. Und auch das sei ein wichtiger Schritt, so der aeroTELEGRAPH-Pilot.

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