Ein Taucher sucht das Meer nach Trümmern ab: Die Suche nach Wrackteilen ist zentral.

MH370: Das Rätsel der Trümmer

Zwar glauben die Behörden, Flug MH370 dank der Blackbox-Signale auf der Spur zu sein. Doch noch fehlen Trümmerteile. Das kann gute Gründe haben.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Zuerst war es stundenlang ruhig. Die Euphorie nach den Entdeckungen vom Montag schwand bereits, als das australische Supportschiff ADV Ocean Shield am Dienstagabend (8. April) dann doch plötzlich etwas hörte. Es empfing erneut Signale, die von der verschollenen Boeing 777 von Malaysia Airlines stammen könnten. Der erste Kontakt dauerte 5:32 Minuten, der zweite rund sieben Minuten. «Ich glaube, wir suchen am richtigen Ort», so Angus Houston, Leiter der Suche nach Flug MH370.

Der sonst zu zurückhaltende ehemalige Hauptmarschall der australischen Luftwaffe klang plötzlich zuversichtlicher. Denn die am Montag empfangenen Signale seien inzwischen analysiert worden und stammten zweifelsfrei nicht von einem Lebewesen, so Houston. Es habe sich um ein sehr stabiles, eindeutiges und klares Signal auf einer Frequenz von 33,3 Kilohertz gehandelt. Es sei alle 1,106 Sekunden zu vernehmen gewesen. Daher glaubten die Akustik-Spezialisten, dass die Töne von einem elektronischen Gerät stammten und zu einem Flugschreiber passen würden. Wird das Rätsel um Flug MH370 doch noch gelöst?

Taucher helfen bei der Suche

Dank der neuen Erkenntnisse konnte die internationale Sucheinheit jedenfalls das Suchgebiet massiv verkleinern. Nun fehlt vor allem noch etwas - Trümmer. Daher suchen Taucher an den Orten der empfangenen Signale nach Wrackteilen. Bisher aber erfolglos. Auch die am Mittwoch eingesammelten Objekte stammen nicht von Flug MH370. Diese Suche wird nun intensiviert. Denn erst nach bestätigten Sichtungen könnte man endlich auch Unterwasserroboter einsetzen, welche die Blackbox finden. Dazu ist derzeit das Suchgebiet immer noch zu groß.

Bislang blieb alles, was in den letzten Wochen erspäht wurde und nach Wrackteilen aussah, unbestätigt. Und neue Sichtungen gab es schon lange nicht mehr. Das kann gute Gründe haben. Denn wenn der Boeing 777 tatsächlich das Kerosin ausging, könnte sie in einem sehr steilen Winkel ins Meer gestürzt sein. Dabei wären wohl die Tragflächen abgerissen worden. Der Rumpf wäre innerhalb von Sekunden dreißig oder vierzig Meter in die Tiefe getaucht und wäre von dort noch weiter gesunken, schreibt die Nachrichtenagentur AP unter Bezugnahme auf Experten. Trümmer könnten deshalb spärlich sein.

Erinnerungen an Ethiopian-Flug ET961

Wenn die Maschine aber flacher auf dem Wasser aufgesetzt haben sollte, könnte sie großen Schaden genommen haben. Doch das ist unwahrscheinlich. Das Wunder vom Hudson ist eben ein Wunder, weil gelungene Wasserungen sehr selten vorkommen. Vor allem auf dem Meer, wo die Wellen hoch gehen, sind sie kaum möglich. Eher passiert etwas wie bei Flug ET961 von Ethiopian Airlines im Jahr 1996. Die Boeing 767 war entführt worden und am Ende ging vor den Komoren das Kerosin aus. Bei der Wasserung brach der Rumpf auseinander, 125 Menschen starben, 100 überlebten aber. In einem solchen Szenario, schreibt AP, könnten sich die Trümmer weit herum verteilen und in den nächsten Tagen noch viel weiter auseinander driften. Bei Flug MH370 sind inzwischen mehr als dreißig Tage vergangen.

Mehr zum Thema

ticker sin-kung airways

Sin-Kung Airways startet Frachtbetrieb

Piloten von Air Asia: Künftig sollen sie viel weiter fliegen.

Air Asia beglückt Airbus mit Order für bis zu 70 A321 XLR - und plant globales Wachstum

ticker-malaysian-airlines

Im Bild: Malaysia Airlines präsentiert Airbus A330 mit Manchester-United-Sonderlackierung

Boeing 737 Max über Kuala Lumpur: Malaysia Airlines ordert Nachschub.

Malaysia Airlines gibt Airbus einen Korb - bis zu 60 weitere Boeing 737 Max bestellt

Video

Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies