Zum Teil fließen die Gebühren auch indirekt in die Ticketpreise ein.

Indische Flughäfen verärgern Airlines

In Delhi und Mumbai will man die Flughafengebühren massiv erhöhen. Damit könnten sich die Airports selbst schaden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Die Flughäfen der indischen Metropolen leiden unter finanziellen Problemen. Daher wollen sie nun ihre Gebühren massiv erhöhen. Wie die indische Economic Times berichtet, haben die beiden internationalen Flughäfen von Delhi und Mumbai bei der Regulierungsbehörde AERA (Airport Economic Regulatory Authority) ein Gesuch eingereicht, die Gebühren anzuheben. Diese decken alles ab, was die Flughäfen an Service bieten: Die Landung, die Parkkosten, das Auftanken und auch die Angebote für Passagiere. In Delhi will man offenbar 640 Prozent mehr für diese Dienste haben. Die Erhöhung, die Mumbai erwägt, ist nicht bekannt. Wie die Behörde der Zeitung mitteilte, habe der Flughafen mehrere mögliche Szenarien eingereicht an denen man sich orientieren könne. So hoch wie in Delhi sei der Anstieg aber nicht.

Die Gebühren zahlen zum größten Teil die Airlines. Doch ein Teil davon wird auch auf die Passagiere überwälzt. Branchenexperten schätzen den indirekten Anteil pro Passagier in Delhi bisher auf 250 bis 280 Rupien (rund 4 Euro/5 Franken). Diese Kosten dürften sich auf bis zu 1800 Rupien (26 Euro/32 Franken) erhöhen, wenn die Behörde dem Gesuch nachgibt.

Alarmglocken klingeln bei den Airlines

Bei den internationalen Fluggesellschaften klingeln daher nun die Alarmglocken. «Delhi ist als Destination wichtig. Aber das Passagierwachstum für Ziele in ganz Indien ist stärker als das für Delhi», so Finnair-Indien-Direktor Kari Stolbow. Der Flughafen müsse sich daher darauf gefasst machen, dass die Fluggesellschaften sich von ihm trennten. So sieht das auch sein Kollege von Air France-KLM: Höhere Gebühren würden automatisch auf die Nachfrage drücken, so Dieter De Man. Die Flughäfen könnten als Ziele daher nicht mehr profitabel sein. Vor allem auch Billiganbieter dürften sich überlegen, ob sie den Anstieg akzeptieren. Die malaysische Air Asia hat bereits in diesem Jahr Hyderabad als Ziel aufgegeben. Der Grund dafür waren ebenfalls steigende Gebühren. «Low Cost funktioniert nicht, wenn die operativen Kosten dermaßen hoch sind», so Regionalmanager Suresh Nair. Zumal die Flughäfen in Mumbai und Delhi auch jetzt schon sehr teuer seien.

Mehr zum Thema

Der Airbus A330 mit der Kennung HB-JHK (hier zu sehen auf einem Archivbild): Wurde in Delhi evakuiert.

Airbus A330 von Swiss muss Start in Delhi abbrechen - Verletzte bei Evakuierung

ticker-atc

Technischer Ausfall bei Flugsicherung legt Flughafen Delhi zeitweise lahm

Der Airbus A380 mit der Kennung 9V-SKR: Das Flugzeug rollte in Delhi unverhofft rückwärts.

Bremse vergessen - Airbus A380 rollt plötzlich rückwärts

Unwetter lässt Dach am Flughafen Delhi einstürzen

Unwetter lässt Dach am Flughafen Delhi einstürzen

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack